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Hurrikan-Saison im Nordatlantik

[17.06.2017]

Wann wird die Hurrikan-Saison im Nordatlantik starten? Im April gab es einen ersten Tropensturm. Doch seitdem blieb es ruhig. Nahe des Äquators macht sich nun aber ein Tief bemerkbar, das zum nächsten Tropensturm werden könnte.


Die Hurrikan-Saison im Nordatlantik begann wie jedes Jahr offiziell am 1. Juni und wird bis Ende November dauern. Bisher gab es jedoch erst einen Tropensturm und das lange vor Saisonbeginn. Am 20. April bildete sich im Zentrum des Nordatlantiks zwischen den Bermudas und den Azoren das erste Tropentief des Jahres 2017. Am Folgetag verstärkte sich das Tief zum Tropensturm und erhielt den Namen ARLENE. Die Windgeschwindigkeiten erreichten bis zu 84, in Böen sogar 103 Kilometer pro Stunde. Der zentrale Luftdruck sank bis auf 993 Hektopascal. In den Stunden danach löste sich der Sturm wieder auf.


Nach ARLENE blieb es ruhig. Nur selten gab es kleinere Anzeichen eines neuen Sturms. Dennoch wurden die tropischen Wellen, die von der Westküste Afrikas ausgehend über den südlichen Nordatlantik ziehen, langsam intensiver. Oft sind diese Wellen niedrigen Luftdrucks Keimzellen eines tropischen Sturms, teilweise auch erst im Golf von Mexiko oder im östlichen Pazifik.


Am 16. Juni machte sich im südlichen Nordatlantik nun ein etwas stärkeres Tief bemerkbar. Der zentrale Luftdruck liegt mit 1009 hPa noch sehr hoch, aber niedriger als in der Umgebung. Die Windgeschwindigkeiten betragen zeitweise 48 bis 57 Kilometer pro Stunde.


In den nächsten Tagen soll dieses Tief weiter in Richtung der südlichen Kleinen Antillen ziehen, also vor der Küste Südamerikas entlang. Die Windgeschwindigkeiten könnten schon am 18. Juni über 60 Kilometer pro Stunde hinausgehen und am 19. sogar Werte über 100 erreichen. Damit wäre der nächste Tropensturm namens BRET mit Kurs auf die Kleinen Antillen unterwegs.


Laut den aktuellen Prognosen würde der Sturm in der Karibik weiterziehen und sich nicht weiter verstärken. Am 22. Juni würde BRET demnach Jamaika erreichen und sich wieder abschwächen.


Redaktion meteo.plus