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AMO stark positiv

[12.11.2017]

Die Temperaturen auf dem Nordatlantik liegen weiterhin weit über den klimatischen Mittelwerten. Dies hat einen besonders starken Einfluss auf das Wetter in Europa.


Der Index der Atlantische Multidekaden-Oszillation stieg im Oktober auf einen der höchsten Werte in diesem Zyklus. Dies zeigt an, dass sich die Strömung im Nordatlantik noch einmal verstärkt hat und somit mehr Wärme aus tropischen Regionen nach Norden transportiert wurde. Die erhöhten Wasser­temperaturen sind auch der Grund für einige Tropenstürme, die sich dieses Jahr zwischen den Bermuda-Inseln und den Azoren gebildet hatten, sich dort lange aufhielten oder sogar von dort aus nah an Europa herankamen. Zuletzt hielt sich Tropensturm Rina in dieser Region auf.


Auch wenn eine verstärkte AMO hauptsächlich im Sommer für mehr Regen in Europa sorgt, so lässt sich dies auch im jetzigen Herbst beobachten. Eine Reihe von Stürmen, angetrieben durch die warme Meeresluft, haben in den letzten Wochen und Monaten Europa heimgesucht und zeitweise deutlich mehr Regen gebracht.


Gestern zog Tief Michael von den britischen Inseln kommend nach Mittel­europa hinein und brachte und in einigen Regionen ergiebige Regenfälle. Heute folgt bereits das nächste Tief, dass sogar die Überreste des Tropensturms Rina darstellt. In weiten Teilen Deutschlands ist mit Dauerregen und Wind­geschwindigkeiten von 30 bis 60 Kilometer pro Stunde zu rechnen.


Redaktion meteo.plus