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April deutlich wärmer als normal

[12.05.2018]

Der vergangene April war in Deutschland der Wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1880. Vor allem im Süden des Landes war der Monat außerordentlich.


Nachdem der März zu kalt, etwas zu regenreich und vor allem im Südwesten zu trüb war, konnte der April die Situation wieder wettmachen. Mit einer Durchschnittstemperatur von 12,3°C lag der zweite Frühlingsmonat 4°C über den Mittelwerten des Zeitraums 1981 bis 2010. Und er war der wärmste April seit Beginn der Aufzeichnungen. Wie jedoch die Statistiken zeigen, kann es nächstes Jahr schon wieder ganz anders aussehen. Denn in den letzten drei Jahren war der April normal temperiert oder zu kalt.


Zu warm war es letzten Monat überall in Deutschland. In der Mitte und im Süden lagen die Abweichungen meist bei plus 3,7 bis plus 4,7°C, im Norden bei 2,2 bis 3,4°C. Gleichermaßen verteilten sich die registrierten Sonnenstunden. In Schleswig-Holstein gab es ein Plus von 13 Stunden, im Süden sogar mehr als 80 Stunden. Deutschlandweit lagen die Werte im Schnitt mehr als 55 Stunden über den Normalwerten.


Genau umgekehrt verhielt es sich mit dem Regen. Davon gab es verbreitet zu wenig. Sehr zum Nachteil der Landwirtschaft, die vor allem im Süden Deutschlands teils bis zu 60% vermisste. In Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein gab es hingegen 2 bis 14 Liter Regen pro Quadratmeter mehr als üblich. Insgesamt fehlten jedoch im Schnitt 13 Liter pro Quadratmeter.


Wie es im Mai weitergehen wird, kann man noch nicht genau sagen. Doch die erste Hälfte ist bereits deutlich sonnenreicher, trockener und wärmer gewesen als die klimatischen Durchschnittswerte von 1981 bis 2010. Dass der dritte Frühlingsmonat zu kalt ausfallen könnte, lässt sich fast schon ausschließen.


Redaktion meteo.plus