April in Deutschland etwas zu warm - meteo.plus
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April in Deutschland etwas zu warm

[04.05.2019]

Der April war in Deutschland etwas zu warm, aber längst nicht so warm wie 2018. Sonnenschein gab es im letzten Monat mehr als genug, Regen leider nicht.


Nachdem der März ein klimatisches Plus von 2,3°C erreichte, schloss der April nur 1,3°C zu warm ab. Im Südwesten des Landes war es verbreitet nur 0,6 bis 1°C zu warm, in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg war es mit einem klimatischen Plus von 1,5 bis 1,6°C am wärmsten. Letztes Jahr wurde ein gesamtdeutscher Durchschnittswert von 4°C über Normal erreicht.


Die hohen Temperaturen resultierten wie im letzten Jahr aus vielen Hochdruckwetterlagen. Vor allem über die Zeit der Osterfeiertage gab es reichlich Sonnenschein. Das größte Plus wurde in Mecklenburg-Vorpommern registriert. Dort gab es ganze 88 Sonnenstunden mehr als üblich. Auch ansonsten wurde der Osten und Norden des Landes sehr begünstigt. Im Südwesten hingegen lag das Plus nur bei 3,5 bis knapp 23 Stunden.


Mehr Sonnenscheinstunden bedeutet oftmals weniger Wolken. Es gab zwar einige Gewitter, die mancherorts starke Niederschläge brachten, doch extreme Unwetter blieben zum Glück aus. Regen gab es überall im Land zu wenig. Am wenigsten fehlte im Saarland. Dort wurde das Soll fast erreicht. Ansonsten erreichte das Defizit zwischen 11 und 25 Liter pro Quadratmeter. Im feuchten Südwesten war dies nicht so gravierend wie im typischerweise trockeneren Norden und Osten des Landes. In Bayern fehlten fast 29 Liter.


Bisher waren der Januar und der März verbreitet zu nass, doch konnten sie die Trockenheit im Februar und im April nicht ausgleichen. In weiten Teilen Deutschlands liegen die Pegel an den Flüssen wieder weit unten, die Böden sind vor allem im Osten des Landes schon jetzt zu trocken. Sollte dies so weitergehen, könnte es noch schlimmer werden als im letzten Jahr. Der kühle und nasse Start des Mai lässt Hoffnung auf einen Ausgleich aufkommen.


Hinweis: Die klimatischen Abweichungen basieren auf dem Referenzzeitraum 1981 bis 2010.


Redaktion meteo.plus