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El Niño schwächt sich weiter ab

[06.07.2019]

Der El Niño im Ostpazifik schwächt sich weiter ab. Dieser Prozess setzt sich jedoch sehr langsam fort. Wie wird sich dies bis zur kommenden Jahreswende entwickeln?


Die ENSO, der Index des El Niño-Phänomens im Ostpazifik, senkte sich im Juni weiter ab. Den dritten Monat in Folge, seit dem Höchstwert im März, setzt sich damit die Abschwächung der Klimaanomalie fort. Die Wassertemperaturen verlieren damit ihre großen Abweichungen, die noch zur Jahreswende als kleiner El Niño gewertet wurden.


Der Prozess dieser Abschwächung geht jedoch sehr langsam vonstatten. Üblicherweise würden die Werte schneller zurückgehen. Daher sind die Aussichten für die nächsten Monate noch sehr unklar. Ein stärkerer Rückgang der Anomlie würde eine La Niña andeuten, die zur kommenden Jahreswende größere Probleme im Westpazifik, vor allem in Australien, bedeuten würden. Der zögerliche Rückgang könnte jedoch auch darauf hinweisen, dass das Jahr erneut mit einem El Niño zuende geht. Dann würde ein sehr ähnlicher Ablauf wie 2014 bis 2016 stattfinden.


Damals trat zur Jahreswende 2014/2015 ein kleiner El Niño auf. Danach nahm die Anomalie leicht ab, doch schon im April 2015 stieg die ENSO wieder stark an. Daraus folgte zur Jahreswende 2015/2016 der stärkste El Niño seit 1950. Nun im Jahre 2019 hat sich die Abnahme jedoch bereits bis Juni fortgesetzt. Die aktuelle Entwicklung lässt daher keine genaue Entwicklung erkennen. Alles scheint noch möglich.


Redaktion meteo.plus