Der Herbst zeigte sich dieses Jahr in Deutschland sehr durchwachsen. Doch zeitweise traten auch schöne Zeiten auf. Neben viel Regen gab es auch viel Sonnenschein.
Nachdem der September vor allem in der Mitte und im Norden 1 bis 1,5°C zu warm war, folgte der Oktober mit nur leicht geringeren Werten. Im November lagen die Temperaturen in Bayern nur noch 0,1°C über den klimatischen Durchschnittswerten. In Schleswig-Holstein war es 1°C zu warm, in Nordrhein-Westfalen sogar 1,1°C.
Regen fiel im September teilweise mehr als ausreichend. Während im Südwesten 65 bis fast 100 Liter pro Quadratmeter mehr als üblich zusammenkamen, war die Nordwesthälfte etwas zu trocken. In Niedersachsen ergab sich ein Defizit von 18 bis 20 Liter pro Quadratmeter. Der Oktober wurde dann überall nass. Aber während im Süden das Regensoll nur um bis zu 5 Liter übertroffen wurde, musste Schleswig-Holstein fast 60 Liter Regen pro Quadratmeter mehr als gewöhnlich ertragen.
Im November stellte sich eine trockenere Witterung ein, auch wenn das Wetter oft sehr durchwachsen erschien. Im Süden und im Norden des Landes kamen noch akzeptable Regenmengen zusammen. Doch auch dort fehlten meist 10 bis 20 Liter pro Quadratmeter. In der Mitte und im Westen fiel das Defizit jedoch mit teilweise mehr als 50% deutlich stärker aus.
Was die Sonnenstunden angeht, stellen sich die regionalen Muster ähnlich dar wie bei den Regenmengen, nur eben umgekehrt. Im September fehlten im Süden und Südwesten 12 bis 25 Stunden. In Baden-Württemberg wurde sogar ein Minus von über 31 Stunden registriert. Im Norden und Osten des Landes schien die Sonne hingegen besonders viel. In Mecklenburg-Vorpommern wurden rund 33% mehr Sonnenstunden erfasst, was einem Plus von fast 51 Stunden entsprach.
Im Oktober führten viele Regenwolken zu einem finsternen Himmel. Meist fehlten 15 bis 40 Stunden. In Nordrhein-Westfalen fiel das Defizit mit über 56 Stunden sehr hoch aus. Mehr als die Hälfte der üblichen Zeit blieb die Sonne hinter den dichten Wolken verborgen. Der November konnte dies nur wenig wettmachen. Im Süden und im Osten gab es zwischen 20 und 30 Stunden mehr Sonne als üblich. In der Mitte und im Norden wurde das Soll nur wenig überschritten.
Der Dezember startete nun wieder sehr durchwachsen. Viele Regengebiete, wenig Sonne und Temperaturen weit über dem klimatischen Durchschnitt haben sich bisher etabliert. Diese Woche werden laut den aktuellen Vorhersagen die Temperaturen örtlich noch etwas ansteigen. Tendenziell macht sich aber wieder ein Abwärtstrend bemerkbar. Regen wird erst einmal seltener und die Sonne kann sich wieder etwas öfter zeigen. Doch zum Wochenende werden wahrscheinlich die nächsten Regengebiete durchziehen und den Himmel eintrüben.