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Juli weltweit etwas kühler

[12.08.2019]

Laut den Mess­werten der Satelliten ist es im Juli welt­weit etwas kühler ge­worden. In der süd­lichen Hemi­sphäre jedoch gibt es sehr unter­schied­liche Trends, im Norden blieb es ruhiger.


Die Messungen der Satelliten haben für den Juli eine leichte Abnahme der klimatischen Anomalie ergeben. Nachdem es im Juni noch weltweit 0,81°C zu warm war, lag der Mittelwert im Juli nur noch bei einem Plus von 0,71°C. In den Tropen wurde es mit 0,08°C nur wenig kühler, sodass dort die Temperaturen derzeit 0,689°C über den Normalwerten liegen. In der restlichen Nordhemisphäre blieb es mit einer Abweichung von 0,86°C nahezu gleich warm.


Südlich der Tropen sind die klimatischen Abweichungen insgesamt deutlich zurückgegangen. Betrugen sie im Juni noch 0,805°C, lagen sie im Juli nur bei 0,576°C. Dieser Rückgang resultierte aus dem Trend der südlichen Ozeane, deren klimatischen Mittelwerte im Juli 0,3°C niedriger lagen als noch im Juni und damit nur noch 0,47°C zu warm sind. Auf den Kontinenten hingegen stiegen die Anomalien um weitere 0,25°C an, sodass es dort derzeit 1,27°C zu warm ist.


In der nördlichen Hemisphäre sind die klimatischen Abweichungen der Meere um 0,098°C auf 0,77°C angestiegen, auf den Kontinenten sanken sie um 0,084°C auf derzeit 0,943°C. Damit ist die Landoberfläche außerhalb der Tropen weiterhin deutlich mehr zu warm als die Ozeane. Weltweit sind die Ozeane derzeit 0,63°C zu warm, die Kontinente hingegen 0,89°C.


Für die weitere Entwicklung gibt es derzeit ein paar Anhaltspunkte. Zum einen schwächt sich der El Niño nur wenig ab und könnte zur kommenden Jahreswende wieder etwas aufflammen. Zum anderen nimmt die Fließgeschwindigkeit des Nordatlantiks, und damit der Wärmetransport in den Norden, derzeit wieder verstärkt zu. Dadurch ist auch für die nächsten Monate mit steigenden Temperaturen zu rechnen.


Redaktion meteo.plus