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Klima kühlt sich etwas ab

[15.05.2020]

Auch anhand der weltweiten Wetterstationen wurde ein Rückgang der globalen Klimaanomalie im April festgestellt. Die Ergebnisse unterscheiden sich jedoch regional.


Wie zuletzt berichtet, sind die weltweiten Temperaturen im April leicht zurückgegangen. Die Daten der Satelliten wurden nun von den Messstationen bestätigt. Die Wetterstationen auf der Erdoberfläche registrierten jedoch keinen Rückgang der klimatischen Abweichungen um nur 0,08°C, sondern um 0,12°C.


Die globale Temperatur lag demnach 1,06°C über den Normalwerten, 0,12°C weniger als noch im Vormonat. In der nördlichen Hemisphäre wurde eine Abnahme um 0,26°C auf 1,28°C registriert. Im Süden gab es nur ein leichtes Plus von 0,01°C auf 0,84°C.


Wie auch schon die Messungen der Satelliten feststellten, stieg das klimatische Plus auf den Kontinenten der Südhemisphäre stark an. Die Messstationen kamen zu dem Ergebnis, dass die Durchschnittswerte im Norden zuletzt 1,77°C über den Normalwerten lag, 0,74°C weniger als im Vormat, und dass es im Süden 1,34°C zu warm war, was einen leichten Anstieg um 0,07°C bedeutete. Weltweit ging die Klimaabweichung um 0,51°C auf aktuell 1,65°C zurück.


Während die Messstationen die Veränderungen auf den Kontinenten bestätigten, gibt es auf den Ozeanen andere Ergebnisse. Die Satelliten ergaben in beiden Hemisphären einen Rückgang der klimatischen Abweichungen, im Süden sogar deutlich stärker. Die Wetterstationen hingegen verzeichneten in beiden Hemisphären gleichermaßen eine leichte Zunahme. Demnach sind die Meere weltweit 0,83°C zu warm. Im Norden lag das Plus bei 0,97°C, im Süden bei 0,75°C. Die Anstiegsraten lagen bei geringen 0,03 bzw. 0,01°C.


Trotz der regional unterschiedlichen Ergebnisse bei den Trends zwischen den letzten beiden Monaten liegen die weltweiten Temperaturen nach wie vor zu hoch. Einen kleinen Beitrag leistet seit mehr als einem Jahr der El Niño im Ostpazifik. Denn seine Wärme steigert die Wassertemperaturen der Region derzeit um 0,5 bis 1°C. Aber auch die Atlantische Multidekaden-Oszillation bewirkt seit Jahren einen leichten Anstieg. Der Arktische Oszillations-Index erreichte in den letzten Monaten sogar fast Rekordwerte, die ebenfalls erwärmend wirkten.


Redaktion meteo.plus