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La Niña legt nach

[08.11.2021]

Im Ostpazifik wird es wieder kühler, kühler als im Lang­zeit­durch­schnitt üblich. Steht uns nun eine weitere La Niña bevor?


Im Winter 2020 auf 2021 hatte sich bereits im äquatorialen Bereich des Ostpazifiks eine La Niña ausgebreitet. Die Wassertemperaturen lagen im November 2020 bis zu 1,42°C unter den Normalwerten für diesen Monat. Danach schwächte sich das Klimaphänomen wieder ab. Doch nur bis in den Juni 2021.


Die klimatischen Abweichungen lagen zu dieser Zeit immer noch im negativen Bereich. Das Maximum wurde mit -0,28 registriert. In den Monaten danach gingen die Werte wieder zurück und es bestand die Möglichkeit, dass sich zur kommenden Jahreswende eine neue La Niña ausbilden könnte.


Im September wurden bereits -0,56 erreicht und die Wahrscheinlichkeit nahm weiter zu. Im Oktober stürzte dann der Wert noch einmal deutlich ab und betrug nur noch -0,95. Ein weiteres Absinken innerhalb des negativen Bereichs ist möglich.


Die Wahrscheinlichkeit ist damit sehr hoch, dass sich eine neue La Niña ausgebildet hat und sich auch in den nächsten Monaten noch halten wird. Wie stark sie jedoch ausfallen wird und wie lange sie genau andauern wird, kann aus aktueller Sicht noch nicht bestimmt werden.


Nun wird es spannend, wie sich die abkühlende Wirkung der neuen La Niña auf die weltweite Temperatur auswirken wird. Das letzte Ereignis dieser Art führte bereits vor einem Jahr zu einer vorübergehenden Abklühlung um 0,35°C. Die zwischenzeitliche Normalisierung ließ die globale Temperaturabweichung wieder fast um den gleichen Wert ansteigen.


Redaktion meteo.plus