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La Nina verstärkt sich

[05.10.2020]

Seit wenigen Monaten bildet sich im östlichen Pazifik eine La Niña aus. Nun hat sie sich weiter verstärkt und kündigt damit weitere Veränderungen an.


Nachdem in den letzten beiden Jahren der ENSO-Index vorwiegend im positiven Bereich lag und damit über lange Zeit von einem schwachen El Niño geprägt war, fällt in den letzten Monaten der Index immer weiter in den negativen Bereich. Im September fiel er nun den fünften Monat in Folge weiter nach unten und erreicht derzeit einen Wert von ca. -0,8.


Mit dieser Entwicklung zeichnet sich ab, dass zur kommenden Jahreswende eine La Niña vorherrschen wird. Im Westen Süd- und Mittelamerikas kehrt damit Ruhe ein. Am westlichen Ende des Pazifiks hingegen ist in den nächsten Monaten mit stärkeren Regenfällen zu rechnen. Vor allem im Bereich Südostasiens und Australiens.


Wald- und Buschbrände sind im kommenden Sommer auf dem australischen Kontinent eher selten zu erwarten. Nun wächst jedoch die Gefahr vor einer anderen Katastrophe. Die Wahrscheinlichkeit für Überschwemmungen wird wieder deutlich zunehmen.


Aus statistischer Sicht ist zu erwarten, dass sich die bildende La Niña über die Jahreswende hinweg halten wird. Erst dann besteht wieder die Möglichkeit für positive Werte im ENSO-Index. Wie stark sich die kühle Phase im Ostpazifik jedoch ausbilden wird, ist noch nicht absehbar.


Redaktion meteo.plus