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Leichter Anstieg der Klimaerwärmung

[17.09.2020]

Die weltweite Durch­schnitts­temperatur lag im August erneut weit über den Normal­werten. Nicht alle Regionen legten jedoch gleicher­maßen zu.


Die weltweite Durchschnittstemperatur der Erde lag im August 2020 0,94°C über den Normalwerten. Das Plus betrug zwar nur 0,03°C mehr als im Vormonat, doch in den beiden Hemisphären entwickelte es sich etwas unterschiedlich. So nahm es in der nördlichen Atmosphäre nur um 0,01°C zu, im Süden hingegen um 0,04°C. Trotz des stärkeren Anstiegs im Süden, der nur eine geringe Veränderung darstellte, ist die Nordhemisphäre derzeit 1,19°C zu warm, im Süden nur 0,67°C.


Auf den Ozeanen fielen die Veränderungen noch geringer aus. Weltweit nahm das klimatische Plus der Meere 0,02°C zu. Minimal mehr waren es in der südlichen Hemisphäre, etwas weniger im Norden. Die nördliche Hemisphäre ist dadurch aktuell 1,13°C zu warm, die südliche 0,57°C. Weltweit ergibt sich ein Mittelwert, der 0,82°C zu hoch liegt.


Die Veränderungen auf den Kontinenten fielen hingegen etwas stärker aus. Weltweit ging es auf den Landflächen um weitere 0,03°C aufwärts. Im Norden blieb es unverändert bei einem Plus von 1,29°C, im Süden hingegen zog die klimatische Abweichung um weitere 0,11°C auf derzeit 1,18°C an.


Da sich im Pazifik derzeit ein Wechsel zu einer La Niña abzeichnet, kann davon ausgegangen werden, dass sich die weltweite Temperatur in den nächsten Monaten etwas langsamer aufwärts entwickeln wird. Dennoch gehörte der August diesen Jahres zu den wärmsten seiner Art und der noch immer hohe AMO-Index könnte den kühlenden Effekt einer La Niña überspielen.


Sollte das Jahr 2020 seine derzeitige Entwicklung fortsetzen, könnte es mit einem Plus von 1°C zum wärmsten Jahr seit 1880 werden. Der Mittelwert der letzten 12 Monate liegt bereits 1,01°C über den Normalwerten.


Redaktion meteo.plus