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Messwerte bestätigen Satelliten

[15.07.2020]

Die Messwerte welt­weiter Wetter­stationen be­stätig­en den leichten Rück­gang der globalen Anoma­lie der Temp­era­turen.


Wie bereits berichtet, bestätigen die Messwerte der weltweiten Wetterstationen den leichten Rückgang der Klimaanomalie. Auch die Trends der einzelnen Regionen und die Verhältnisse zwischen Kontinenten und Ozeanen fielen sehr ähnlich aus.


Demnach liegt die weltweite Durchschnittstemperatur 0,92°C über dem Normalwert. Im Mai lag dieser Wert 0,03°C höher. Die Hemisphären hingegen haben sich sehr unterschiedlich verhalten. Wie schon die Satelliten feststellten, ist das klimatische Plus auf der Nordhalbkugel um 0,1°C zurückgegangen und im Süden um 0,02°C ganz leicht angestiegen. Trotz der hohen Temperaturen im nördlichen Asien ist es im Schnitt deutlich weniger zu warm.


Auf den Kontinenten sind die Veränderungen bekanntermaßen stärker ausgefallen. Weltweit nahm die Klimaanomalie auf der Landfläche um 0,13°C auf 1,29°C ab. Die Nordhemisphäre trug 0,33°C für diesen Abwärtstrend bei und ist somit 1,3°C zu warm. Die Südhemisphäre hingegen steigerte ihr Plus um 0,39°C auf derzeit 1,28°C. Beide Hemisphären weisen daher momentan fast das gleiche klimatische Plus auf.


Die Ozeane verhielten sich neutral. Im weltweiten Durchschnitt gab es bei der Temperaturabweichung keine Veränderung. Es blieb weiterhin 0,78°C zu warm. Die Trends im Norden und Süden waren jedoch gegenläufig. Im Norden nahm das klimatische Plus um 0,04°C zu, im Süden um den gleichen Betrag ab. Dennoch sind die nördlichen Meeresregionen nun 0,99°C zu warm, die südlichen hingegen noch 0,62°C zu warm.


Da sich in den letzten beiden Monaten der ENSO-Index abgeschwächt hat und in den negativen Bereich sank, ist auch in den nächsten Monaten mit leicht zurückgehenden Temperaturabweichungen zu rechnen. Sollte sich sogar eine stärkere La Niña ausbilden, wird sich das auch weltweit auswirken.


Das erste Halbjahr 2020 ist nach den derzeitigen Werten 1,07°C zu warm, etwas mehr als im letzten Jahr. Der Durchschnitt der letzten 12 Monate liegt bei 1,01°C. Wenn sich dieser Durchschnitt bis Ende des Jahres hält, würde 2020 als das bisher wärmste Jahr seit 1880 in die Statistiken eingehen.


Redaktion meteo.plus