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November etwas trüb, aber trocken

[04.12.2021]

Der November war ein durch­schnitt­licher Monat. Obwohl er ver­breitet trüb er­schien, war er trotz­dem zu trocken.


Mit einer Durchschnittstemperatur von 4,9°C war der November nur 0,5°C wärmer als der langjährige Durchschnitt 1981 bis 2010. Damit war er nicht außergewöhnlich. Und obwohl er mit einem mittleren Defizit von fast 11 Sonnenstunden etwas trüb war, gab es zu wenig Regen. Mit einer durchschnittlichen Niederschlagssumme von fast 50 Litern pro Quadratmeter, fehlten noch gut 17 Liter.


Dieses Defizit war vor allem in den alten Bundesländern aufgetreten. Hier fehlten meist 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter. In Nordrhein-Westfalen lag das Minus bei 26,5 Litern, in Baden-Württemberg sogar bei 38,5 Litern pro Quadratmeter. In den neuen Bundesländern gab es meist ein Plus. Vor allem in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern kamen 11 bis 15 Liter pro Quadratmeter zu viel aus den Regenwolken.


Der Nordosten war es auch, der eher zu warm abschnitt. Die Abweichungen lagen dort bei 1 bis 2°C. In Mecklenburg-Vorpommern sogar bei 2,1°C. Die stärksten negativen Abweichungen gab es mit -0,7°C im Saarland und Baden-Württemberg. Absolut gesehen war Bayern mit 3,03°C die kühlste Region, Schleswig-Holstein mit 7,03°C die wärmste.


Sonne gab es fast überall zu wenig. Nur das Saarland kam mit einem Plus von 6,5 Stunden gut davon. Ansonsten fehlten meist 1 bis 10 Stunden. In Mecklenburg-Vorpommern lag das Defizit bei mehr als 23 Stunden.


Der Dezember hat bisher den durchschnittlichen Trend fortgesetzt, nur das es mehr Regen gibt. Nachdem im November zeitweise noch die Schifffahrt am Rhein eingeschränkt werden musste, steigen nun die Pegel wieder leicht an. Dennoch könnte eine Trockenphase von einer Woche die Wasserstände schnell wieder ins Niedrigwasser fallen lassen.


Redaktion meteo.plus