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PDO wieder negativ

[12.04.2018]

Nach mehr als vier Jahren ist die Pazifische Dekaden-Oszillation wieder in den negativen Bereich gerutscht. Setzt sich damit die bereits vor 11 Jahren begonnene Kaltphase fort oder bleibt es nur ein kurzes Ereignis?


Die Pazifische Dekaden-Oszillation begann im Jahre 2007 im Rahmen ihres zyklischen Verhaltens ihre negative Phase. Nachdem zuvor die positiven Werte immer weiter an Intensität abnahmen, traten starke negative Werte auf. Mit kleineren Unterbrechungen Ende 2009 und Anfang 2010 setzte sich die negative Phase fort.


Die Wassertemperaturen lagen dadurch im östlichen Nordpazifik, also vor der Westküste Nordamerikas, deutlich unter den Normalwerten. Auch den ENSO-Index drückte dies in den negativen Bereich. Doch im Jahre 2013 schwächte sich der PDO-Index ab und schlug mit dem Folgejahr 2014 in den positiven Bereich aus. Seitdem traten durchweg positive Werte auf, die als Gesamtheit betrachtet eine höhere Intensität erreichten als zuvor in der regulären positiven Phase.


Mit dieser deutlichen Zunahme steigerte sich auch schon 2014 der ENSO-Index, der schließlich 2015 durchweg anstieg und zum Jahreswechsel 2015/2016 den stärksten El Niño der letzten 70 Jahre hervorbrachte. Danach schwächelte jedoch die PDO, sodass schon 2017 negative Werte erwartet wurden. Doch erst jetzt im März 2018 ist er ganz leicht in den negativen Bereich zurückgegangen.


Anhand des Trends der letzten zwei Jahre könnte der PDO-Index nun wieder in die negative Phase eintauchen und dort für die nächsten 15 bis 20 Jahre verharren, ehe es wieder aufwärts geht. Auch aus statistischer Sicht müsste dieses Verhalten so zu erwarten sein. Doch wie uns die Jahre 2014 bis 2017 gezeigt haben, kann es kurzfristig auch ganz anders kommen.


Redaktion meteo.plus