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Satelliten messen steigende Temperaturen

[06.04.2019]

Nachdem bereits in den letzten Monaten die weltweite Temperatur bei einem hohen klimatischen Plus verharrte, konnten die Satelliten­daten für März noch einmal einen leichten Anstieg registrieren.


Bereits zur Jahreswende konnten die Satelliten einen deutlichen Anstieg der weltweiten Temperaturanomalie feststellen. Dabei stieg die Anomalie um fast 0,2°C an. Hauptquelle dieses Wärmeschubs waren die Ozeane der südlichen Hemisphäre. Im Januar und Februar verharrten die Anweichungen auf dem gleichen Niveau, obwohl sich das Wärmepotential leicht auf die nördliche Hemisphäre verlagerte.


Im März setzte sich diese Verlagerung nach Norden fort. Vor allem die Kontinente der nördlichen Hemisphäre sind nun die treibende Kraft. Die globale Abweichung der Temperatur stieg zudem noch einmal leicht an, sodass das Plus bei derzeit 0,71°C liegt. Die Nordhalbkugel ist damit 0,87 und die Südhalbkugel nur noch 0,55°C zu warm.


Der Rückgang der positiven ozeanischen Klimaabweichungen führte nun im März zu einem deutlichen Unterschied zwischen den Elementen. Die Meere waren nur noch 0,6°C zu warm, die Kontinente hingegen 0,95°C. Dabei waren die Landflächen im Norden im Schnitt 1,22°C zu warm, im Süden und in den Tropen gab es nur noch ein Plus von 0,6 bis 0,7°C.


Die Ozean sind zwar allgemein kühler geworden, doch ist auch hier in der Nordhemisphäre mit 0,68°C ein größeres klimatisches Plus registriert worden als in der Südhemisphäre. Dort waren die Meere nur noch 0,46°C zu warm. Alles in allem liegen die Temperaturen in der unteren Troposphäre weiterhin deutlich über den Normalwerten. Nach Ende des letzten El Niños von 2015/2016 gab es zumindest in den Meeren, vor allem den südlichen, kurzfristig eine deutliche Abkühlung. Durch die aktuelle Erwärmung im östlichen Pazifik ist die kühle Phase aber wieder beendet.


Redaktion meteo.plus