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Sehr sonnig und trocken

[03.04.2022]

Der März war in Deutsch­land sehr sonnig und trocken. Für die solare Energie­ge­winnung vor­teil­haft, für die Natur ein großes Pro­blem.


Die Energiewirtschaft konnte im März 2022 jubeln. Hochdruckgebiete sorgten fast den ganzen Monat für Sonnenschein. Rund 50% mehr Sonnenstunden konnten im letzten Monat registriert werden, da Wolken nur selten zu uns gelangen konnten.


Die Temperaturen lagen dennoch nicht viel höher als üblich. Mit einer Durchschnittstemperatur von 5,1°C war es nur 0,8°C wärmer als im Vergleichszeitraum 1981 bis 2010. Das höchste Plus konnte mit 1,5°C im Saarland gemessen werden. Ansonsten war es im Südwesten meist 1 bis 1,4°C zu warm. In Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt war es nur 0,3°C wärmer als üblich. Oft brachte kalte Luft aus dem Osten noch sehr kühle Nächte mit sich.


Was für die Solarstromerzeugung von Vorteil war, brachte der Natur jedoch gar nichts. Denn verbreitet gab es nur zur Monatsmitte mal 2 bis 3 Regentage. Ansonsten strahlte unentwegt die Sonne vom Himmel. Der Frühling setzte dadurch etwas früher ein, erhielt dann aber zum Monatswechsel die kalte Quittung.


Die Fehlsummen beim Niederschlag lagen bei 40 bis 60 Litern pro Quadratmeter. Im Saarland wurde eine Monatssumme von 26 Litern registriert, in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg war es fast genauso viel. In den restlichen Regionen waren es deutlich weniger. In Brandenburg und Berlin wurden 1,7 Liter erfasst, in Mecklenburg-Vorpommern nur 0,9 Liter pro Quadratmeter.


Die langanhaltende Hochdruckwetterlage schadete nicht nur der Natur, die weiterhin auf eine Erholung des Grundwassers wartet, sondern auch der Windkraft. Diese büßte bei ihren Erträgen ebenfalls stark ein. Denn wo keine Tiefdruckgebiete auftreten, bleibt auch der Wind weg.


Redaktion meteo.plus