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Weltweit nicht mehr ganz so warm

[04.08.2021]

Schon in den letzten Monaten lagen die welt­weit­en Tem­pe­ratur­en nicht mehr so weit über den klima­tisch­en Mittel­werten. Regio­nal gibt es deut­liche Trends.


Die Messungen der Satelliten ergaben schon in den letzten Monaten, dass die klimatischen Abweichungen deutlich zurückgingen. Nachdem diese Anfang 2019 noch knapp mehr als 1°C betrugen, gingen sie im Winter 2020/2021 auf ca. 0,45°C zurück. Danach stiegen sie zwar wieder etwas an, im Juni sanken sie aber erneut auf 0,52°C.


Damit setzt sich Phase geringerer Abweichungen weiter fort und beschreibt weiterhin eine rund 3,5 Jahre dauernde Schwankung. In den nächsten Monaten und Jahren ist daher wieder mit steigenden Werten zu rechnen.


Betrachtet man jedoch die beiden Hemisphären, so fällt auf, dass die derzeitigen geringen positiven Abweichungen vor allem daraus resultieren, dass sich die südliche Halbkugel der Erde klimatisch abkühlt. Im Norden bleiben die Werte teilweise gleich oder steigen leicht an. Dies folgt aus dem großen Anteil an Landfläche in der nördlichen Hemisphäre. Deren Abweichungen sind nämlich um rund 0,25°C sprunghaft angestiegen.


Die Ozeane hingegen verharren weiterhin auf ihren niedrigen klimatischen Abweichungen, die erneut bei unter 0,4°C liegen. Im Süden sind die Meere nur 0,19°C zu warm, im Norden jedoch 0,88°C. Aufgrund ihres geringeren Anteils an der Gesamtfläche der Nordhemisphäre, spielen sie dort jedoch keine große Rolle.


Die Kontinente weisen in der Nordhemisphäre einen sprunghaften Anstieg auf ein Plus von 1,47°C auf. Dementgegen steht eine deutliche Abkühlung der Landflächen in der Südhemisphäre, die dort, wie schon einmal vor wenigen Monaten, rund 0,1°C zu kalt sind.


Wie bereits erwähnt, werden die weltweiten Abweichungen in den nächsten Monaten und Jahren wieder langsam zunehmen. Auf welches Niveau dies erfolgen wird, bleibt abzuwarten. Die La Niña schwächt sich weiter ab und es könnten dadurch wieder höhere Temperaturen im äquatorialen Ostpazifik zu weltweit steigenden Temperaturen führen. Die Dauer dieser Phase könnte aber recht kurz sein.


Redaktion meteo.plus