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Weltweit weiterhin kühler Trend

[14.05.2022]

Die La Niña im Pazifik wirkt weiter­hin ab­kühlend auf die welt­weiten Tempera­turen. Doch nicht alle Re­gionen rea­gieren auf die gleiche Weise.


Die La Niña im östlichen Pazifik hält nun seit zwei Jahren an und könnte sich noch weiter verlängern. Sie wirkt weltweit abkühlend, sodass die klimatischen Abweichungen wieder deutlich zurückgegangen sind. Es gibt zwar weltweit Unterschiede, doch der globale Trend weist dadurch weniger langsam aufwärts.


Der April 2022 war, berechnet auf Basis der weltweiten Wetterstationen, rund 0,85°C zu warm. Das entsprach einem Rückgang gegenüber dem Vormonat um geringe 0,09°C. Den größeren Verlust wies dabei die nördliche Hemisphäre auf. Sie verzeichnete einen Rückgang der Anomalie um 0,17°C auf nun 1,07°C. Die südliche Halbkugel blieb unverändert bei einer positiven Abweichung von 0,64°C.


Bei den Temperaturen auf den Kontinenten gab es ein wenig mehr Dynamik. Insgesamt nahm das klimatische Plus um 0,19°C ab und beträgt noch 1,45°C. Im Norden ging es um 0,25°C auf nun 1,64°C zurück, im Süden nur marginal um 0,05°C auf nun 0,96°C.


Die Kontinente südlich des Äquators wiesen nur eine geringe Veränderung auf. Die Ozeane dieser Region blieben sogar unverändert bei einem klimatischen Plus von nur 0,58°C. Die Meere im Norden reduzierten ihr Plus um ein zehntel Grad auf nun 0,72°C.


Insgesamt gab es bei den klimatischen Abweichungen keine Anstiege zu verzeichnen. Die südliche Hemisphäre blieb fast unverändert, der Norden hingegen trug den größten Teil zur klimatischen Abkühlung bei. Da sich die La Niña im Pazifik noch nicht abgeschwächt hat, könnte ihr Einfluss auf die weltweiten Temperaturen auch noch in den nächsten Monaten wirken.


Redaktion meteo.plus