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Weltweite Temperatur laut Satelliten im Abwärtstrend

[07.06.2018]

Die Messungen der weltweiten Temperaturen per Satelliten zeigen weiterhin eine Abkühlung an. Mittlerweile liegen sie auf dem Niveau wie vor dem letzten El Niño.


Die erdumkreisenden Satelliten haben für den Mai 2018 eine etwas niedrigere Temperaturabweichung gemessen als im April. Der letzte Monat war nur noch 0,24 Grad Celsius wärmer als der klimatische Durchschnitt. Damit setzt sich der Abkühlungstrend fort, der nach dem letzten El Niño erfolgte.


Der Abkühlungstrend ist jedoch global bisher nicht gleichmäßig ausgefallen. Die Nordhemisphäre hat sich zwar im Laufe der letzten beiden Jahre abgekühlt, doch deutlich weniger als die Südhemisphäre. So ist der Süden derzeit 0,05 Grad zu kühl, während der Norden fast 0,72 Grad zu warm ist.


Der starke Temperaturrückgang auf der Südhalbkugel resultiert vor allem aus der Abkühlung der Ozeane. Während die Temperaturen im Süden knapp unter dem klimatischen Durchschnitt liegen, steigen sie auf der Nordhalbkugel in den letzten Jahren eher in Richtung von Rekordwerten.


Die Temperaturen der Landoberfläche sind im Süden im Laufe des letzten Monats deutlich zurückgegangen und liegen derzeit fast 0,08 Grad Celsius unter Normal. Der Norden hingegen ist 0,72 Grad Celsius zu warm.


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der derzeitige Abwärtstrend der weltweiten Temperatur vor allem aus der Abkühlung der Ozeane in den tropischen und den südlichen Breiten resultiert. Da der Unterschied derzeit sehr groß ausgeprägt ist, kann davon ausgegangen werden, dass dieser sich auch in den nächsten Monaten noch fortsetzen wird.


Redaktion meteo.plus