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Weltweite Temperatur weiter zu hoch

[05.03.2019]

Die weltweiten Temperatur­abweichungen blieben auch im Februar auf hohem Niveau. Ausschlaggebend ist wie schon im letzten Monat der schwache El Niño im Pazifik.


Im Januar ermittelten die Satellitenbeobachtungen einen Anstieg der klimatischen Abweichungen von fast 0,2°C. Grund für diesen Anstieg war ein kleiner El Niño, der sich bereits im Laufe des Januars wieder abschwächte. Während des Februars ging die weltweite Anomalie nur um 0,01°C zurück. Der Anstieg in der Südhemisphäre, der im Januar ausschlaggebend war, setzte sich nicht fort. Vielmehr verlagerte sich das Wärmepotential in die nördliche Hemisphäre. Dort stieg nämlich die klimatische Abweichung um 0,08°C an, in den Tropen sogar um 0,1 Grad, und südlich der Tropen ging sie um 0,24°C zurück.


Auf den Kontinenten veränderten sich die klimatischen Temperaturverhältnisse sehr unterschiedlich. Weltweit nahmen sie auf der Landfläche um nicht spürbare 0,04°C ab. In den Tropen blieben die klimatischen Verhältnisse so gut wie konstant. Nördlich dieser Region nahmen die klimatischen Abweichungen nur um 0,02°C zu, südlich der Tropen hingegen um 0,47°C ab.


Auf den Ozeanen verblieb das weltweite klimatische Plus von 0,656°C konstant. Zwischen den Hemisphären verlagerte sich jedoch das Wärmepotential. Das klimatische Plus der südlichen Hemisphäre wurde fast vollständig auf die nördliche Halbkugel verlagert. Im Süden ging das Plus um 0,21°C auf knapp 0,5°C zurück, in den Tropen stieg es um 0,13°C auf 0,71°C an. Im Norden ist es nun um weitere 0,15°C wärmer als üblich, sodass hier die positive Klimaabweichung bei fast 0,85°C liegt.


Der El Niño im Pazifik hat im Februar nur leicht zugenommen, dürfte aber langfristig die klimatischen Abweichungen wieder zurückgehen lassen. Entscheidend wird aber auch sein, welchen Trend die PDO und die AMO einschlagen werden.


Redaktion meteo.plus