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Wenig Regen im Juli

[30.07.2019]

Bisher fiel der Juli insgesamt noch trockener aus als schon der Juni. Regional gab es aber große Unterschiede, wobei manche Gebiete sogar weiterhin sehr trocken blieben.


Im Juni konzentrierten sich die Regenfälle hauptsächlich auf den Norden Deutschlands und den südlicheren Teil Baden-Württembergs. Den wenigsten Regen bekamen die Regionen von Rheinland-Pfalz bis nach Sachsen ab. Aber auch in Bayern, vor allem im nördlichen Teil, machte sich der Regen rar. Im Juli veränderte sich die Situation in einigen Regionen deutlich, in anderen blieb es unverändert.


Die folgenden Karten zeigen die monatlichen Niederschlagssummen von Juni und Juli 2019.



Abb. 1: Regensumme in Deutschland im Juni 2019.



Abb. 2: Regensumme in Deutschland im Juli 2019.


In der zweiten Abbildung ist klar zu erkennen, dass einige Regionen in der Mitte sowie im Norden Deutschlands deutlich weniger Regen erhielten als der Süden. Vor allem im bayerischen Alpenraum gingen teils ergiebige Regenfälle nieder, stellenweise mehr als 250 Liter pro Quadratmeter. In Rheinland-Pfalz konnte die Trockenheit etwas abgemildert werden. Im Norden Bayerns hingegen blieb es weiterhin recht trocken.


In der nördlichen Hälfte Deutschlands kam im Juli bisher erst rund die Hälfte der Niederschlagsmenge zusammen, wie noch im Juni. In einigen Regionen kamen nicht einmal 10 Liter pro Quadratmeter zusammen. Im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns blieb es sogar recht großflächig sehr trocken.


Ergiebige Regenfälle gab es vor allem in den letzten Tagen. Oft bewegten sich die Regen- und Gewitterwolken dabei kaum von der Stelle. Regionale Regengüsse sorgten daher auch schnell für lokale Überschwemmungen.


An den Flusspegel spiegeln sich die Regenfälle derzeit gut wider. Vor allem an Rhein und Donau stiegen diese deutlich an, auch wenn sie teils nur im unteren Bereich des mittleren Wasserstands oder in der Nähe des Niedrigwassers liegen. An den übrigen Flüssen erreichen die Pegel eher kritische Werte. An Neckar, Mosel, Main, Lahn und Weser befinden sich die Wasserstände noch wenig oberhalb des Niedrigwassers. Doch an Saale, Elbe und Oder liegen die Pegel sehr niedrig, sodass bei weiter anhaltender Trockenheit wieder Rekord-Niedrigstände erreicht werden könnten.


Redaktion meteo.plus