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Weniger Schnee im hohen Norden

[08.04.2023]

Der Trend zu weniger Schnee in den nörd­lichen Brei­ten hat in den letz­ten Mona­ten wie­der zu­ge­nom­men. Was wird uns nun der April bring­en?


Im Dezember schon begann der Winter in der nördlichen Hemisphäre mit einem Defizit bei der Schneebedeckung. Gegenüber dem Referenzzeitraum 1981 bis 2010 fehlte eine Schneefläche von über 400.000 km², was fast 1 Prozent entspricht. Im Januar 2023 fehlten fast 600.000 km². Prozentual waren dies sogar 1,28 %.


Im Februar schwächte sich das Defizit deutlich ab auf nur 0,14 %. Im März jedoch fehlten gegenüber dem klimatischen Mittelwert wieder 873.000 km². Dies entsprach 2,18 %. Damit gab es bereits vier Monate in Folge zu wenig Schnee in der nördlichen Hemisphäre.


Damit setzt sich in den ersten drei Monaten des Jahres 2023 der Abwärtstrend fort. Nachdem die Ausdehung der Schneefläche in den jeweiligen Monaten von 1990 bis 2010 zunahm, nimmt sie seitdem wieder ab. Ob sich dies auf die kommenden Monate übertragen lässt, bleibt abzuwarten. Denn der April und auch der Mai weisen seit 2010 einen leichten Aufwärtstrend auf.


Die Arktische Oszillation befindet sich seit längerem im positiven Bereich. Sie bewirkt in dieser Situation eine Verringerung der Schneebedeckung in den nördlichen Breiten. Daher wird auch in den nächsten Monaten und Jahren eine eher abnehmende Tendenz zu erwarten sein.


Redaktion meteo.plus