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Sehr aktive Sonne

[18.04.2022]

Die Sonne ist in den letzten Tagen sehr aktiv geworden. Viele neue riesige Flecken sind aufgetaucht, aber auch weitere Gruppen haben sich gebildet.


Wie am 16. April bereits festgestellt, tauchten am Nordosthorizont der Sonnenscheibe mehrere riesige Sonnenflecken auf. Insgesamt bilden sie zwei aktive Regionen mit den Laufnummern 2993 und 2994. Die Aktivität der Sonne ist damit stark angestiegen. Der Index lag gestern bei rund 78, nachdem er zuvor nur 51 erreichte. Heute könnte er in Richtung 90 bis 100 ansteigen. Die folgende Abbildung zeigt die derzeit aktive Region im Nordosten, die zeitweise große Massenauswürfe produziert.



Abb. 1: Sonnenfleckengruppen 2993 und 2994 am 18. April 2022 (Quelle: NASA).


Die Gruppe 2990 hat im Norden bereits den Zenit überschritten und wandert in die westliche Hälfte. Ihre Struktur hat sich nur wenig verändert. Am nordwestlichen Rand der Sonnenscheibe erscheinen immer mehr hellere Bereiche. Falls sich dort noch Sonnenflecken bilden sollten, werden sie schon morgen aus unserem Sichtbereich verschwinden.


Im Süden zieht Gruppe 2991 fast unverändert weiter. Die Gruppe ist aber nicht mehr allein der südlichen Heliosphäre. Im äußersten Südwesten hatte sich gestern die aktive Region 2992 gebildet. Sie besteht mittlerweile aus mehreren Flecken, die sich rasch gebildet haben. Aufgrund ihrer Nähe zum Horizont wird von der Gruppe morgen kaum noch etwas zu sehen sein.


Im südöstlichen Bereich der Sonnenscheibe hat sich ebenfalls eine neue Gruppe gebildet. Sie hat sich mittlerweile mit zwei Zentren ausgebildet. Und genauso wie die intensiven Gruppen im Nordosten befindet sie sich deutlich näher am Sonnenäquator als noch die vorherigen aktiven Regionen.


Die Aktivität der Sonne liegt derzeit deutlich über den vorhergesagten Werten. Wird die Sonne nun doch aktiver als gedacht oder handelt es sich nur um ein vorübergehendes Ereignis? Die Fleckengruppen beginnen bereits näher an den Sonnenäquator zu wandern und zeigen damit schon ein fortgeschrittenes Stadium der Zyklusphase an. Es könnten sich wie schon in den letzten Zyklen erneut zwei Maxima ausbilden. Sollte dies passieren, wird der höchste Wert im Zyklus 25 niedriger liegen als dies aktuell befürchtet wird.


Redaktion meteo.plus