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Sonne im Minimum?

[03.03.2019]

Die Sonnenaktivität im Februar deutet auf den Tiefpunkt des Minimums hin. Nur wenige Flecken trübten die Oberfläche. Doch der Anfang von Zyklus 25 lässt noch auf sich warten.


Die Aktivität der Sonne war im Februar besonders niedrig. Mit einem Monatsdurchschnittswert von 0,8 unterbot sie nun auch den Juli letzten Jahres. In der Zwischenzeit war sie teils deutlich aktiver. Mit 26 fleckenfreien Tagen gab es im Februar nur zwei Tage, an denen beobachtbare Flecken auftraten: Am 13. wurde ein Index von 12 erreicht, am 21. noch einmal 11.


Der aktuelle Monatsdurchschnitt könnte schon den Tiefpunkt des Sonnenminimums anzeigen oder auf seinen Beginn hindeuten. Das Minimum könnte jedoch auch noch ein Jahr auf sich warten lassen. Die derzeitigen Prognosen sind sich weiter unschlüssig. Die einen sagen bereits steigende Werte voraus, was offensichtlich nicht zutrifft, andere sehen das Minimum in der zweiten Jahreshälfte. Derart schwache Zyklen wie der aktuelle dauern jedoch typischerweise mindestens 12 Jahre. Das 11. Jahr ist erst Ende 2019 vorüber. Ein erneuter Anstieg der Aktivität könnte daher auch erst 2020 eintreten.


Der vorangegangene Zyklus 23 war deutlich stärker, seine Aktivität ging jedoch schneller zurück, als im jetzigen Zylus. Damals benötigte die Sonne vom zweiten Maximum 6 Jahre bis zum Tiefpunkt des Minimums, bei einer Gesamtlänge von 12,2 Jahren. Seit dem zweiten Maximum im Zyklus 24 sind erst 4,5 Jahre vergangen. Die Gesamtlänge beträgt bis jetzt 10,5 Jahre. Aufgrund seiner geringeren Stärke müsste Zyklus 24 noch mindetens zwei Jahre anhalten. Es bleibt also spannend, ob die Sonne ihre Regelmäßigkeit fortsetzt oder der nächste Zyklus mit der Nummer 25 früher beginnt und damit wieder deutlich stärker werden würde.


Redaktion meteo.plus