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Sonnenaktivität nimmt stark zu

[03.09.2017]

Die Sonnenaktivität nimmt derzeit rasant zu. Mehrere Fleckengruppen haben sich am gesamten Sonnenäquator gebildet. Teilweise erreichen sie wieder außerordentliche Größen.


In der ersten Hälfte des Augusts lag die Aktivität der Sonne auf recht niedrigem Niveau. Pünktlich zur Monatsmitte traten mit dem Verschwinden der bis dahin dominierenden Fleckengruppe neue Aktivitätszentren auf, die in der zweiten Monatshälfte den Sonnenfleckenindex auf 40 bis 70 ansteigen ließen. Gegen Ende des Monats verschwanden diese Flecken.


Am gegenüberliegenden Horizont traten jedoch erneut neue Flecken auf, die nun zu Beginn des Septembers den Index bereits über 100 ansteigen ließen. Der prognostizierte Wert für den 3. September liegt bei 116. In den nächsten Tagen dürften weiterhin derart hohe Werte zu erwarten sein, da sich zu den bereits vorhandenen Fleckengruppen 2673 und 2674 noch 2675 und 2676 hinzugesellt haben. Am Horizont sind zudem weitere Flecken aufgetreten, die morgen voraussichtlich die Nummer 2677 erhalten werden.


Sonnenaktivität Anfang September 2017

Abb. 1: Aktuelle Sonnenfleckengruppen Anfang September 2017. Der größte Fleck in der Gruppe 2674 erreicht derzeit den Durchmesser unseres Heimatplaneten Erde.



Dominierend ist derzeit Fleckengruppe 2674. Schon mit einem entsprechend geschützten Fernglas sind die markanten Ausmaße der Gruppe zu erkennen. Der größte Fleck am westlichen Ende der Reihe hat einen Durchmesser wenig größer als unser Heimatplanet Erde. Das östliche Ende der Fleckenreihe könnte in den nächsten Tagen eine ähnliche Größe erreichen.


Die Aktivität der Sonne ist derzeit für dieses Jahr am höchsten. Anfang April lagen zuletzt die Werte knapp über 100. Seit dem wurden meist nur Werte von maximal 60 erreicht. Obwohl sich die Sonnenaktivität im aktuellen Zyklus 24 bereits seit längerem in der Abschwächungsphase befindet, ist die Aktivität noch einmal außergewöhnlich hoch angestiegen. Da am Sonnenrand eine neue Fleckengruppe aufgetaucht ist, dürften auch in den nächsten Tagen nicht nur weiterhin hohe Werte auftreten, sondern es könnte auch eine weitere Steigerung möglich sein.


Redaktion meteo.plus