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Flusspegel erholen sich

[13.01.2016]

Schon im Frühjahr 2015 fielen die Regenmengen in weiten Teilen Deutschlands eher dürftig aus. Nachdem auch die nicht so üppigen Schneevorkommen in den Alpen abgetaut waren, gingen die Flusspegel auch an Rhein und Donau langsam zurück. Der trockene und heiße Sommer brachte keine Entspannung in diese Lage. Der Schifffahrt gab diese Situation auch einen Dämpfer.


Im Herbst war endlich eine Besserung in Sicht, zumindest für den Norden und Osten Deutschlands. Der Südwesten blieb meist von stärkeren Niederschlägen verschont. Die Pegel an Rhein und Neckar stiegen nur kurzzeitig an. Schnell floss das Wasser wieder ab und ließ den Wasserstand wieder unter die Niedrigwassermarken fallen.


Mit der Wetterumstellung Anfang Januar 2016 zogen endlich einige Tiefdruckgebiete durch und brachten auch im Südwesten ergiebigen Regen. Die Flusspegel erreichen nun auch am Rhein bereits wieder den mittleren Normalbereich. Da die Aussichten für die nächsten Tage weiterhin durchwachsen aussehen, könnten sich die Flusspegel nun auch langfristig stabilisieren. Der Boden hat reichlich Wasser aufgenommen und dürfte somit ein rasches Ablaufen des Flusswassers verhindern.


Aber die derzeit noch geringen Schneefälle im Alpenland könnten im Frühjahr 2016 erneut zu Problemen führen, falls sich eine ähnliche Trockenheit wie schon im letzten Jahr einstellt. Die geringe Menge an Schmelzwasser, die dann zur Verfügung steht, kann ein rasches Leerlaufen der Flüsse nicht verhindern. Zumindest stehen dann wieder Niedrigwasserstände an.


Redaktion meteo.plus