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Aprilwetter

[04.04.2022]

Der April ist für sein launisches Wetter be­kannt. Dieses Jahr begann es äußerst pünkt­lich und wird uns noch einige Zeit be­gleiten.


Pünktlich mit Beginn des Monats hat der April sich von seiner launischen Seite gezeigt. Nachdem zuvor der März viel Sonnenschein brachte und den Frühling richtig in Schwung brachte, kam mit dem Monats­wechsel ein kräftiger Kälte­einbruch. Schnee­fälle gingen verbreitet nieder, Nächte mit Minus­tempera­turen brachten die Pflanzen­welt ins Stocken.


An unserer Wetterstation Niederlemp ist das Ausmaß der Abkühlung deutlich zu erkennen. Die folgende Abbildung zeigt den aktuellen Verlauf der Tages­durch­schnitts­tempera­turen im klimatisch üblichen Bereich. Es erfolgte ein Absturz von den höchsten zu den tiefsten Werten, die für diese Jahreszeit in den letzten 3 Jahrzehnten auftraten.



Abb. 1: Klimatische Übersicht des Jahres 2022 an der Wetterstation Niederlemp.


Die Abkühlung erfolgte durch eine Strömung, die von Norden kalte Luft zu uns führte. Mit ihr kamen aber auch viele Regenwolken, die bereits in allen Landes­teilen Regen brachten. Vor allem aber im Bereich der Schwäbischen Alb sind meist schon mehr als 20 Liter pro Quadrat­meter zusammen­gekommen.


Derzeit zieht neuer Regen über Norddeutschland heran und steuert auf die Mitte des Landes zu. In den nördlichen Mittelgebirgen werden am Dienstag zwischen 10 und 20 Liter pro Quadratmeter erwartet. Aber auch in Teilen Süddeutschlands wird es ähnlich. Vor allem ab Donnerstag wird es verbreitet nass. Im Südwesten sind dann 30 bis 40 Liter möglich.


Die Vorhersage für Freitag ist noch etwas unsicher. Die Regensummen, die in weiten Teilen Süddeutschlands fallen sollen, könnten sehr üppig werden. Im Raum Karlsruhe bis Stuttgart könnten es mehr als 90 Liter pro Quadratmeter werden. Es bleibt zu hoffen, dass es regnet. Doch diese riesigen Mengen könnten sich etwas mehr verteilen, da sie sonst schnell Hochwasser auslösen könnten.



Abb. 2: Vorhersage der Regensummen am 8. April 2022.


Die Temperaturen werden sich im Laufe der Woche nur wenig verändern. Zeitweise klettern sie auf 10 bis 12°C, dann erreichen sie wieder nur 7 bis 9°C. Die Nächte werden zwar weiterhin kühl, doch Minusgrade sind nur noch selten zu erwarten. Nur in den höheren Lagen sind diese noch möglich. Der Wind frischt vor allem in der nördlichen Hälfte Deutschlands auf und erreicht an der Küste zeitweise bis zu 50 km/h. Im Süden bleibt es deutlich ruhiger. Doch am Donnerstag ist überall mit Windgeschwindigkeiten von 20 bis 40 km/h zu rechnen.


Redaktion meteo.plus