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Derzeit deutlich kühler als üblich

[12.05.2019]

Das nasse Wetter der letzten Tage hat im Westen die Flüsse wieder anschwellen lassen. Die Natur wird auch davon profitieren. Doch die Temperaturen liegen derzeit deutlich zu niedrig.


Nachdem die Tiefs Yukon und Zacharias in den letzten Tagen reichlich Regen gebracht haben, konnte sich die Natur sicherlich etwas erholen. Die Böden sind nach wie vor nicht feucht genug. Längere regenfreie Perioden könnten daher die Situation in der Landwirtschaft schnell wieder verschlechtern. Weitere Regenfälle wären von Vorteil.


Die Pegel an Rhein und Mosel sind durch die regenreiche Zeit der letzten Woche ordentlich angestiegen. Von Hochwasser sind sie aber noch weit entfernt. Es werden aktuell noch nicht einmal Normalpegel erreicht. An der Donau und an den Flüssen im Norden und Osten sieht es hingegen weiterhin sehr dürftig aus. Dort liegen sie in der Nähe des mittleren Niedrigwassers. An der Elbe, der Havel und an der Weser werden stellenweise Pegel im Niedrigwasserbereich registriert. Die Regengebiete aus dem Westen erreichen die neuen Bundesländer leider meist nur in abgeschwächter Form.


In den nächsten Tagen wird sich Hoch Neyvi über Mitteleuropa ausbreiten. Derzeit liegt es vor Portugal und bringt dort an den Küsten bereits sonniges Wetter. Temperaturen von 20 bis 30 Grad Celsius werden erreicht. Auch im Süden Spaniens sind verbreitet 34 bis 35 Grad vorzufinden. Bei uns wird das Hoch jedoch nicht zu solch sommerlichen Temperaturen führen. Die beiden Regentiefs haben sich nördlich von uns verlagert und transportieren daher auf ihrer Westseite kühle Luft aus dem Norden zu uns.


Schon in den letzten Tagen lagen die Temperaturen nicht besonders hoch und die Vorhersagen deuten sogar niedrigere Werte an. Immerhin wird es vorwiegend sonnig, nachts jedoch auch wieder recht kühl. In höheren Lagen werden die Temperaturen auch etwas unter den Gefrierpunkt absinken. Die folgenden Diagramme zeigen die Vorhersagen für die nächsten Tage.



Abb. 1: Wettervorhersage für Wiesbaden.



Abb. 1: Wettervorhersage für Meiningen.



Abb. 1: Wettervorhersage für Dresden.



Abb. 1: Wettervorhersage für München.


Bis zum Donnerstag werden die Höchsttemperaturen in weiten Teilen Deutschlands bei 10 bis 13 Grad liegen. Im Westen sind auch bis zu 15 Grad möglich. Erst in Richtung Wochenende sind wieder höhere Werte zu erwarten. Bis dahin bleibt es bescheiden kühl. In den obigen Diagrammen ausgewählter Städte sind neben dem Temperaturverlauf der nächsten Tage auch das klimatische Minimum und Maximum (Referenzperiode 1981 - 2010) dargestellt. Wie anhand dieser leicht zu erkennen ist, bewegt sich das Wetter derzeit fast am Minimum des üblichen Wetters. Klimatisch gesehen ist es also momentan deutlich zu kühl. Im Norden ist die Situation nicht so stark ausgeprägt. Dort ist es deutlich milder, aber auch trockener.


Redaktion meteo.plus