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Die Eisheiligen sind unterwegs

[10.05.2020]

Schon zu Beginn der neuen Woche wird uns aus dem Norden Kaltluft erreichen. Über der Nordsee und Schottland ist diese bereits zu spüren.


Am Sonntagmorgen zogen bereits erste Schauer durch den Westen und die Mitte Deutschlands. Nach etwas Ruhe ziehen derzeit erneut einige Gewitter durch die gleiche Region. Örtlich sind dabei starke Niederschläge zu erwarten. Im Süden sind nur kleinere Schauer unterwegs. Dort bleibt es heute meist noch trocken.


Ein Tief über Spanien und Südfrankreich schiebt derzeit warme, feuchte Luft zu uns. Diese lässt vielerorts Schauer und Gewitter entstehen. Doch schon in der Nacht erreicht die nördlichen Bundesländer deutlich kältere Luft. Diese Kaltluft wird in der kommenden Woche wetterbestimmend.


Über Schottland, der Nordsee und in Dänemark ist diese bereits zu spüren. Die Temperaturen sind zwar kaum niedriger als in den übrigen Regionen, doch die Luft ist um einiges trockener. Auf der folgenden Grafik zeigen die Taupunkttemperaturen bereits die Ausbreitung der Luftmasse an.



Abb. 1: Messwerte des Taupunkts für Europa am 10. Mai 2020.



Abb. 2: Messwerte der Windrichtung und Windstärke für Europa am 10. Mai 2020.


Auch die in der zweiten Abbildung dargestellten Windrichtungen und Windstärken zeigen die Ausbreitung der Kaltluftmasse über der Nordsee. An den Küsten werden derzeit Windgeschwindigkeiten von 30 bis 50 km/h gemessen.


In den kommenden Tagen wird sich die kalte Luft weiter über Mitteleuropa ausbreiten. Auch bei uns werden am Montag nördlich des Mains nur noch Temperaturen von 8 bis 14 Grad erreicht. Weiter südlich wird es trotz Regen mit 12 bis 20°C noch mal warm. Nachts hingegen wird es mit 0 bis 3 Grad recht frisch.


Regen wird es vor allem in der Mitte und Süden Deutschlands geben. Südlich des Mains können die Regensummen 15 bis 25 Liter pro Quadratmeter erreichen. Örtlich auch etwas mehr. In der Nacht zum Dienstag kann es in weiten Teilen des Landes bei -1 bis -6 Grad sogar noch mal frostig werden. Dann könnte sich auch etwas Schnee in die Schauer mischen.


Ab Dienstag geht es mit Temperaturen von 9 bis 14 Grad deutlich kühler weiter. Im Laufe der Woche steigen diese auch nur wenig an. Vor allem im Süden Deutschlands kann es dann örtlich 15 bis 17 Grad warm werden. Regen kommt dann nur noch im Norden und im Voralpenraum vor.


Der Kaltlufteinbruch ist als Eisheilige typisch für diese Jahreszeit. Dieses Jahr kommen sie sogar pünktlich. Vom 11. bis 15. Mai sorgen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia meist noch einmal für eine kalte Wetterlage, bevor der Sommer langsam Fahrt aufnehmen kann.


Redaktion meteo.plus