18.97.14.88

DOLPHIN nimmt Kurs auf China

[08.08.2026]

Taifun DOLPHIN über­querte nun die süd­lichen Inseln Japans. Doch er hat die Region weiter­hin voll im Griff. Nun geht es weiter in Rich­tung China. Die nächs­ten Un­wetter sind ab­seh­bar und können zu starken Regen­fällen führen.


Seit dem 26. Juli zieht Taifun DOLPHIN durch den Westpazifik. Nachdem er sich im Bereich der Marshallinseln bildete, führte sein Kurs meist in west-nordwestlicher Richtung weiter. Somit lag früh fest, dass der Sturm die Region zwischen Taiwan und Japan erreichen würde.


Nachdem er sich zwei Tage nach seiner Entstehung bereits zum Taifun ausbildete, erreichte er vom 30. bis 31. Juli, also 48 Stunden lang, seine höchste Intensität. Dabei lag der Luftdruck im Zentrum bei 910 hPa und die Windgeschwindigkeiten bei 204 bis 287 km/h. Das entsprach der Kategorie 4 bis 5 auf der Saffir-Simpson-Hurrikan-Skala, je nachdem, ob man den Luftdruck oder die Windstärke betrachtet.


Auf seinem weiteren Weg steuerte er kontinuierlich auf sein Zielgebiet zu. Die Prognosen änderten sich leider nicht. Gestern zog er schließlich über die südlichen Inseln Japans hinweg und verstärkte sich zwischenzeitlich sogar noch einmal leicht.



Abb. 1: Windgeschwindigkeiten im Bereich des Ostchinesischen Meeres am 8. August 2026 um 5 UTC.


Nun befindet er sich zwar im Ostchinesischen Meer, sorgt aber weiterhin auf den japanischen Inseln bis in den Norden Taiwans für teils sehr stürmisches Wetter. Die Windgeschwindigkeiten an den örtlichen Wetterstationen erreichen 70 bis 120 km/h.


Laut den aktuellen Vorhersagen Wird DOLPHIN in der Nacht vom 9. auf den 10. August (Ortzeit) auf die Küste im Osten Chinas treffen, immer noch mit der Stärke eines Taifuns der Kategorie 2 bis 3. Die Windgeschwindigkeiten können beim Landgang im Zentrum noch 150 bis 200 km/h erreichen. Es ist daher mit kräftigen Unwettern südlich von Shanghai im Bereich von Wenzhou zu rechnen.



Abb. 2: Wettervorhersage für Wenzhou vom 8. bis 13. August 2026.


Etwas nördlicher als die Marshallinseln biltete sich am 5. August Tropensturm CHAN-HOM. Er konnte sich bisher nicht zu einem Taifun ausbilden, legte aber mittlerweile die Hälfte des Weges in Richtung Japan zurück. Dort wird er laut den Vorhersagen am 11. August auf den Norden der Hauptinsel treffen. Im weiteren Verlauf besteht die Möglichkeit, dass CHAN-HOM über das Japanische Meer zwei Tage später bis nach Südkorea gelangt.


Redaktion meteo.plus