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El Niño treibt die Temperaturen

[14.09.2026]

Die globalen Temperaturen steigen seit eini­gen Mona­ten wieder stark an. Die bis­heri­gen Höchst­werte wurden zwar noch nicht er­reicht, doch das könnte bald der Fall sein. Denn im Ost­pazifik sorgt ein Klima­phänomen gerade dafür.


Mit einem klimatischen Plus von 1,01°C gegenüber dem Referenzzeitraum 1971 - 2000 hat der August den bisher höchsten Wert des Jahres erklommen. Seit Juli letzten Jahres, als das Plus noch bei 0,64°C lag, stiegen die Werte schubweise an. Doch zuvor wurde über längere Zeit ein höheres Temperaturniveau erreicht. Mit Werten von 0,9 bis 1,15°C lag der Zeitraum 2024/2025 bereits auf einem hohen Level.


Bereits damals führte ein El Niño zu diesen extremen Temperaturen. Nun ist es wieder soweit. Drei Jahre später baut sich erneut im äquatorialen Bereich des Ostpazifiks eine Warmphase der ENSO auf. Und wieder steigen die Temperaturen deutlich an. Welche Spitzenwerte dieses Mal erreicht werden, bleibt abzuwarten.


Die ENSO weist jedoch aktuell sehr stark nach oben. Aufgrund des Erwärmungstrends im Ostpazifik könnte uns zur Jahreswende der bisher stärkste El Niño seit 1950 bevorstehen. Dadurch ist auch eine starke Zunahme der weltweiten Temperatur zu erwarten. Denn dies ist stets die Folge einer solchen Warmphase der ENSO.


Der Erwärmungstrend auf den Kontinenten erfolgt zwar seit den 1970er Jahren doppelt so schnell wie an der Meeresoberfläche, doch die Ozeane haben im August bereits ihren bisher höchsten Wert erreicht. Zwangsläufig werden sie sich als Folge des aktuellen El Niños noch etwas mehr erwärmen und weitere Rekorde erreichen.


Redaktion meteo.plus