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Frederic bringt etwas Winter

[14.01.2023]

Tief FREDERIC zieht derzeit über die Britischen Inseln und schickt eine Kalt­front nach Mittel­europa. Ein Wetter­um­schwung wird damit ein­ge­leitet.


Heute war es in Deutschland noch einmal richtig warm geworden. Am Nachmittag wurde im Westen 10 bis 12°C erreicht. Auch im übrigen Land war es bei 6 bis 9°C meist recht mild. Vor allem im Norden und in der Mitte waren aber ergiebige Regenfälle dabei, die in Staulagen der Mittelgebirge teilweise mehr als 20 Liter pro Quadratmeter brachten.


Das Ganze wurde begleitet von kräftigem Wind aus süd- bis südwestlichen Richtungen. Die Windgeschwindigkeiten erreichten im Norden und der Mitte, sowie im Südwesten, meist 30 bis 40 km/h. An der Küste waren auch 50 bis 60 km/h dabei. In Böen wurden örtlich 70 bis 80 km/h gemessen.



Abb. 1: Windrichtung und Windstärke über Deutschland am 14. Januar 2023 um 23 Uhr MEZ.


Ursache für diese Wetterlage ist Tief FREDERIC über den Britischen Inseln. Es beeinflusst das Wetter von Nordspanien bis nach Polen. Schon am Mittag erreichte eine Kaltfront den Westen Frankreichs. Mittlerweile ist diese Front weiter voran gekommen und erreicht den Nordwesten Deutschlands.


Die vorhandene warme Luft wird nun weggeschoben. Im Nordwesten dreht der Wind bereits auf westliche Richtungen. Dies zeigt die Ankunft der Kaltluft schon an. Die Temperaturen gehen zwar nur um 4 bis 5°C zurück, doch wird dies von starkem Wind begleitet. Kurze kräftige Schauer können dabei für Überraschungen sorgen. Vor allem aber in der Mitte und im Süden ziehen viele Regenwolken durch.



Abb. 2: Regenradar für Deutschland am 14. Januar 2023 um 23:15 Uhr MEZ. Die schmalen Regenbänder im Westen und Nordwesten zeigen die Lage der Kaltfront an.


Die Kaltfront wird nicht nur für eine kurzfristige Abkühlung sorgen, sondern auch langfristig einen Wetterumschwung bewirken. In den nächsten Tagen weisen die Vorhersagen alle abwärts. Zu Beginn der kommenden Woche sind nachts örtlich die ersten Minustemperaturen zu erwarten, ab Mittwoch sogar sehr verbreitet. Regen wird dann in Schnee übergehen und zeitweise liegen bleiben. Der Winter wagt damit noch einmal eine Rückkehr.


Redaktion meteo.plus