Hoch WINFRIED hat in den letzten Tagen für viel Sonnenschein gesorgt. Doch damit ist bald vorbei. Ein Tiefdruckgebiet bringt reichlich Regen. Schon an Wochenende trübt es sich ein.
Das Wetter in Mitteleuropa war in den letzten Tagen von viel Sonnenschein geprägt. Trockener Ostwind sorgte zusätzlich für ein Austrocknen der Landschaft. Nachts sanken die Temperaturen in weiten Teilen Deutschlands teilweise auf den Gefrierpunkt, tagsüber waren über 20°C möglich.
Ursache für diese Wetterlage ist derzeit Hoch WINFRIED. Wie in den folgenden Abbildungen zu erkennen ist, hat das Hochdruckgebiet einen starken Einfluss auf das Wetter in Mittel- und Nordeuropa. Es sorgt aufgrund seiner Eigenschaften von den Alpen bis nach Schweden und Norwegen für ein regelrechtes Wolkenloch auf den Satellitenbildern.

Die Bedeckungsgrade zeigen an, wie das Hoch die Bewölkung von uns in Deutschland fernhält. Über weiten Teilen Mitteleuropas stehen nur Nullen, also keine Bewölkung. Erst über Frankreich, Großbritannien, Italien, Tschechien, Polen und im Norden Skandinaviens treten wieder Wolken auf.

Der Luftdruck liegt ebenfalls über weiten Teilen Mitteleuropas höher als drumherum. Der Kern von Hoch WINFRIED liegt bei uns über den neuen Bundesländern. Dort werden teilweise 1030 hPa erreicht.

Die Temperaturen lagen heute Morgen vor allem im Norden Deutschlands höher als in anderen Regionen. Dort war es bei 15 bis 18°C deutlich wärmer als im Süden des Landes. Die Werte wurden dort durch den kühlen Ostwind auf 15 bis 9°C gedrückt.

Ein großes Problem des sonnigen Wetters ist jedoch die Trockenheit. Regen ist meist schon seit rund zwei Wochen nicht mehr gefallen. Hierbei ergibt sich durch das windige Wetter eine recht niedrige relative Feuchte. In Abbildung 4 sind diese Werte dargestellt. Hellrote Werte liegen bei 43% und niedriger. Tagsüber werden oft nur noch 25 bis 20% erreicht.
Das schöne Wetter ist jedoch bald vorbei. Über Frankreich breitet sich bereits Tief ZUHAL aus. Dort und auch über den Britischen Inseln schiebt es bereits dicke Wolken mit Regen heran. Laut den aktuellen Vorhersagen werden diese morgen vor allem im Nordwesten Deutschlands für einen Wetterumschwung sorgen und auch Gewitter mitbringen. Der Regen breitet sich am Wochenende schließlich immer weiter über Deutschland aus. Die neue Woche beginnt verbreitet nass und kühler. Am Mittwoch könnten im Westen und Norden die Höchsttemperaturen knapp unter 10°C bleiben.