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Idai, Savannah, Trevor

[19.03.2018]

Die Tropensturm-Saison im Indischen Ozean und im südlichen Pazifik läuft derzeit noch auf Hochtouren. In den betroffenen Regionen kam es dadurch bereits zu schwerwiegenden Folgen für die Bevölkerung.


Am 15. März traf Zyklon IDAI auf die Küste von Mosambik. Mit Windgeschwindigkeiten von 160 bis 190 km/h zerstörte er viele Gebäude und machte tausende Menschen obdachlos. Die einhergehenden Niederschläge waren mit 200 bis 300 Litern pro Tag sehr ergiebig. In den folgenden Tagen kam es nun folglich zu Hochwassern an den Flüssen und weitreichenden Überschwemmungen im Umland. Dadurch sind leider täglich neue Opfer zu beklagen.


Über dem zentralen Südindik hielt sich während dessen Zyklon SAVANNAH auf. Am 17. März steigerte er seine Intensität auf Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h. Der zentrale Luftdruck sank dabei auf 951 hPa ab. Danach nahm seine Stärke rapide ab und er wird nur noch als Tropensturm geführt. Am heutigen 19. März treten im Zentrum meist nur noch Windgeschwindigkeiten von bis zu 113 km/h auf. Der Luftdruck liegt im Inneren bei 1000 hPa.


Der Nordosten Australiens wird zudem derzeit von einem Zyklon beeinträchtigt. Bereits am 17. März bildete sich vor der Küste Papua-Neuguineas ein Tropentief, das rasch in Richtung der australischen Küste weiterzog und sich dabei zum Zyklon TREVOR verstärkte. Dort traf es heute auf die Küste. Bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 222 km/h ist mit starken Beschädigungen an Gebäuden zu rechnen. Im Zentrum der Sturms herrscht derzeit ein Luftdruck von nur 967 hPa. Die Niederschläge in der Region werden mit 120 bis 180 Litern am Tag ergiebig sein und für Überschwemmungen sorgen.


Die Aussichten für den Nordosten Australiens sind in den nächsten Tage nicht besser. Derzeit wird davon ausgegangen, dass sich TREVOR vorübergehend abschwächt, anschließend aber durch den Golf von Carpenteria nach Westen weiterzieht und auf die nächste Küste trifft. Die Folgen werden die gleichen sein. Die Niederschläge wird der Sturm voraussichtlich bis ins Zentrum des Kontinents verteilen.


Das Tropentief, das sich heute vor der Nordwestküste Australiens bildete, wird sich morgen bereits deutlich verstärkt haben. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h muss gerechnet werden. Am Dienstag sollen es dann sogar mehr als 200 km/h sein. Da das Zentrum des Sturms in den nächsten beiden Tagen sehr wahrscheinlich vor der Küste bleibt, werden die dort auftretenden Regenfälle nicht das Land beeinträchtigen. Erst am Freitag und Samstag wird ein Landgang wahrscheinlich werden.


Weiter draußen im Indischen Ozean wird sich am Donnerstag westlich des sich auflösenden Tropensturms SAVANNAH der nächste Sturm bilden. In der Folge ist mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h zu rechnen. Wie sein Vorgänger werden bewohnte Gebiete nicht betroffen sein.


Redaktion meteo.plus