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Juli durchschnittlich

[08.08.2017]

Auch wenn der Juli dieses Jahr in Deutschland eher trüb und verregnet war, so war er dennoch ein ganz normaler Juli. Mancherorts gab es jedoch vom Regen deutlich zu viel. Sonne hingegen gab es überall zu wenig.


Mit einem Mittelwert von 18,1 Grad Celsius war der Juli dieses Jahr nur 0,1 Grad wärmer als der klimatische Durchschnitt von 1981 bis 2010. Auch wenn einige ihn eher als überhaupt nicht sommerlich empfanden, war er dennoch für Deutschland ein typischer Sommermonat. Zuvor waren Mai und Juni deutlich wärmer ausgefallen als üblich und ließen auf einen weiterhin warmen Sommer hoffen.


In der Südhälfte lagen die Monatsdurchschnittswerte durchweg über Normal. Im Südwesten gab es verbreitet ein Plus von 0,7 Grad Celsius. In den restlichen Landesteilen war es zu kühl. Vor allem in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern lagen die Werte 0,9 bis 1 Grad zu niedrig.


Regen hingegen gab es ausreichend. Zuletzt bot der Juli 1993 etwas mehr Regen. Vor allem im Nordosten wurden häufig starke Niederschläge verzeichnet. Oft waren Hochwasser die Folge. Aber auch in der Mitte und im Südwesten wurden 50 bis 80 Liter mehr als üblich gemessen. Nur in Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und Bayern fiel das Plus mit 20 bis ca. 30 Litern etwas knapper aus.


Die vielen Regenwolken hinderten überall im Lande die Sonne, ihren sommerlichen Dienst zu leisten. Im Süden gab es verbreitet 10 bis 20 Stunden weniger Sonnenschein als üblich, im Nordosten fehlten sogar bis zu 50 Stunden. Weitere Details sind auf den Klimakarten dargestellt.


Bisher hat sich im August das durchwachsene Wetter des Julis fortgesetzt. Die Aussichten sind diese Woche auch keineswegs besser. Teilweise liegt das Temperaturniveau ein wenig unter dem klimatischen Durchschnitt. Bleibt abzuwarten, wie sich der Sommer weiter entwickelt. Letztes Jahr wurden wir auch von einem hochsommerlichen September überrascht. Vielleicht werden wir auch dieses Jahr noch einmal entschädigt.


Redaktion meteo.plus