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Somalia und Madagaskar von Stürmen bedroht

[06.12.2019]

Die Tropen­sturm-Saison im süd­lichen Indischen Ozean hat in den letzten Tagen schnell an Fahrt auf­genom­men. Aber auch im nörd­lichen Teil des Meeres treten noch Stürme auf.


Seit mehreren Tagen sind im Nordatlantik keine Tropenstürme mehr aufgetreten. Der Ostpazifik blieb ebenfalls ruhig. Im Westpazifik hingegen hatte zuletzt Taifun KAMMURI Verwüstungen auf den Inseln der mittleren Philippinen verursacht. Derzeit zieht er nur noch als Tropentief durch das Chinesische Meer.


Im nördlichen Indischen Ozean hatten sich am 3. und 4. Dezember zwei Tropentiefs gebildet. Das erste Tief zog Richtung Westen weiter und nimmt derzeit als Tropensturm PAWAN Kurs auf die Ostküste Somalias. Die Windgeschwindigkeiten betragen derzeit 66 bis 84 km/h, der zentrale Luftdruck liegt bei 998 hPa. Das zweite Tropentief zog in Richtung Indien und löste sich bereits am Folgetag wieder auf.


Im südlichen Indischen Ozean bildeten sich ebenfalls am 3. und 4. Dezember zwei Tropentiefs. Diese haben in den letzten Tagen jedoch sehr an Stärke gewonnen und werden für bewohnte Gebiete gefährlich.


Das Tropentief, das sich am 4. Dezember bildete, hat sich als erstes zum Tropensturm entwickelt und bereits die zweithöchste Zyklonstärke erreicht. Mit Windgeschwindigkeiten von 222 bis 259 km/h zieht es über wenig bewohnte Gebiete östlich der Seychellen hinweg in Richtung Süden. Der zentrale Luftdruck beträgt nur noch 930 hPa. Laut den Vorhersagen soll sich der Sturm bald wieder rasch auflösen.


Der zweite Tropensturm in der Region erhielt den Namen BELNA. Derzeit zieht der Sturm über die Inseln der Seychellen hinweg und erreicht Windgeschwindigkeiten von 93 bis 122 km/h. Der zentrale Luftdruck beträgt 992 hPa. In den nächsten Tagen könnte BELNA noch Zyklonstärke erreichen und die Westküste Madagaskars bedrohen.


Redaktion meteo.plus