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Taifun BAVI wird bedrohlich

[10.07.2026]

Seit Tagen zieht Taifun BAVI durch den west­lichen Pazifik. Zu­erst über­querte er Guam. Nun nimmt er Taiwan und an­dere Länder ins Visier. Starke Unwetter sind wahr­schein­lich.


Taifun BAVI hatte zuletzt am 6. Juli 2026 Guam überquert und dort für Unwetter gesorgt. Nach einer kurzen Abschwächung verstärkte er sich noch einmal kurz und erreichte wieder Stärke 5. In den letzten Tagen schwächte er sich zum Glück etwas ab. Doch die Gefahr ist noch nicht gebannt.


Nach seinem Weg durch den Westpazifik nimmt er nun Kurs auf den Norden Taiwans. Momentan weist er immer noch Wind­geschwindig­keiten von 157 bis 222 km/h auf. Der zentrale Luftdruck liegt bei 935 hPa. Damit bewegt er sich immer noch in der Kategorie 4 der Taifun-Skala.


Die folgenden Abbildungen zeigen die Wind­geschwindig­keiten sowie die Böenstärken auf den Inseln von Taiwan bis zu den südlichen Inseln Japans.



Abb. 1: Aktuelle Windgeschwindigkeiten im nordwestlichen Pazifik am 10. Juli 2026 um 11:05 UTC.



Abb. 2: Aktuelle Böengeschwindigkeiten im nordwestlichen Pazifik am 10. Juli 2026 um 11:05 UTC.


Auf den Inseln zwischen Taiwan und der Hauptinsel Japans werden an den Wetterstationen bereits Windgeschwindigkeiten von 40 bis 70, in Böen auch bis zu 100 km/h registriert. In den nächsten Stunden nehmen diese immer weiter zu. Laut den aktuellen Vorhersagen wird Taifun BAVI in wenigen Stunden die Inseln überqueren und dann nördlich von Taiwan vorbeiziehen. An der Nordspitze des Landes ist mit ergiebigen Regenfällen zu rechnen. Der Luftdruck wird z.B. in der Stadt Keelung im Norden der Insel auf rund 965 hPa zurückgehen und Windstärken von 8 bis 9 Bft auslösen.



Abb. 3: Wettervorhersage für Keelung im Norden Taiwans.


Weitere Tropenstürme sind derzeit nicht auf den Weltmeeren unterwegs. Jegliche Potenziale haben nicht zu Stürmen geführt. In drei Tagen besteht nun eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass sich im Ostpazifik ein neuer Sturm bildet. Ob es so kommen wird, werden die Vorhersagen der kommenden Tage genauer zeigen.


Redaktion meteo.plus