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Taifun bedroht die Philippinen

[17.04.2021]

Tropensturm SURIGAE hatte sich gestern schon zum Taifun formiert und verstärkte sich weiter. In den nächsten Tagen wird es in der Region gefährlich.


Als sich am 13. April weit östlich der Philippinen ein Tropentief gebildet hatte, stand den Vorhersagen nach bereits fest, dass sich der Sturm deutlich verstärken wird und als Taifun in die Nähe der Philippinen geraten würde.


Gestern hatte sich Tropensturm SURIGAE zum Taifun verstärkt und zog mit nordwestlichem Kurs weiter. Die Vorhersagen gehen zwar davon aus, dass der Sturm eine Rechtskurve ziehen wird und nicht auf bewohntes Festland gerät. Doch wird er den nördlichen Inseln der Philippinen sehr nahe kommen.


Derzeit erreichen die Windgeschwindigkeiten 185 bis 259 km/h und der zentrale Luftdruck ist bereits auf 925 hPa abgesunken. Für morgen wird eine weitere Absenkung erwartet und Windgeschwindigkeiten, die in Böen bis zu 280 km/h erreichen können. Damit könnte er sich morgen noch eine Kategorie verstärken und damit Stufe 4 erklimmen.


Die Vorhersagen gehen derzeit davon aus, dass sich Taifun SURIGAE in den kommenden drei Tagen recht nah an der Küste der nördlichen Philippinen aufhält und nur langsam in Richtung Norden weiterzieht. Danach wird er voraussichtlich östlich von Taiwan wieder auf das Meer hinausziehen und sich abschwächen. An den Küsten werden daher Winde in Sturmstärke erwartet. Aufgrund SURIGAEs langsamer Fortbewegung können die Regenfälle in manchen Regionen sehr ergiebig werden.


An der Küste Brasiliens wird es in den nächsten Tagen ebenfalls stürmisch. Vor der Küste der südlichen Landesteile wird ein Sturm vorhergesagt. Der könnte Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h erreichen. Die Region ist typisch für Tropenstürme des südlichen Atlantiks. Sie kommen dort zwar selten vor und sind meist schwach, doch der letzte dokumentierte dieser Art war Zyklon CATARINA. Zwischen dem 24. und 28. März 2004 wurde sogar mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 km/h Stärke 2 erreicht.


Redaktion meteo.plus