Zuletzt zogen drei tropische Stürme durch den Pazifik. Zwei sind noch aktiv. Einer schwächt sich ab, ein anderer hält seit gestern eine extreme Stärke bei.
Die Tropensturm-Saison im Pazifik ist weiterhin sehr aktiv. Im westlichen Teil traten bereits 13, im östlichen 7 Stürme auf. Einige von ihnen fielen sehr stark aus und sorgten teilweise in einigen Ländern für Schäden. Dieses Jahr ist vorallem auch der Osten Chinas betroffen gewesen.
GENEVIEVE zog zuletzt im Ostpazifik weit vor der Westküste Mexikos vorbei und wurde zu einem starken Hurrikan. Mittlerweile hat er sich abgeschwächt und wird nur noch als Tropensturm geführt. Die Windgeschwindigkeiten betragen noch 113 bis 141 km/h und der Luftdruck im Zentrum ist wieder auf 989 hPa angestiegen.
Ebenfalls aus dem Ostpazifik kommend, zog FAUSTO als Hurrikan bis in die Region direkt nördlich von Hawaii und sorgte dort für Unwetter. Dieser Sturm hat sich mittlerweile aufgelöst.
Dafür sorgt nun DOLPHIN im Westpazifik für große Sorgen. Gebildet hatte er sich im Bereich der Marshallinseln und zog zügig nach Westen weiter. Noch weitab bewohnter Gebiete entwickelte er sich bereits sehr extrem. Mit seinen Windgeschwindigkeiten von 204 bis 287 km/h und dem zentralen Luftdruck von 910 hPa erreicht er die höchste Taifun Kategorie 5. Diese Stärke hält er seit rund anderthalb Tagen bei.
Ob noch eine weitere Verstärkung möglich ist, bleibt abzuwarten. Die aktuellen Vorhersagen deuten darauf hin, dass Taifun DOLPHIN noch die südlichen Inseln Japans erreichen könnte. Auf dem Weg dorthin wird er am 3. August den Norden der Nördlichen Marianen streifen und sich anschließend etwas abschwächen. Doch auch auf seinem weiteren Weg wird er weiterhin sehr gefährlich bleiben.
Im Nordatlantik bleibt es hingegen weiterhin sehr ruhig. Nur zwei Stürme traten dort dieses Jahr auf. Beide im Golf von Mexiko. Der Grund für diese sehr unterschiedliche Situation zwischen Atlantik und Pazifik ist der sich aufbauende El Niño im Ostpazifik. Dieser bringt derzeit die atmosphärische Zirkulation kräftig durcheinander.