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Taifun Kammuri über den Philippinen

[02.12.2019]

Derzeit zieht Taifun KAMMURI über die mitt­leren Philip­pinen hinweg und sorgt für Un­wetter. Seit er die Insel­gruppe erreichte, ver­stärkte er sich sogar noch einmal.


Vor fast einer Woche hatte sich im Westpazifik weit östlich von Guam Tropensturm KAMMURI gebildet. Am Folgetag stiegen die Windgeschwindigkeiten auf mehr als 100 km/h an. In Böen erreichte der Sturm bereits 148 km/h. Am 28. November wurde die Taifunstärke erreicht und am Tag darauf lagen die Windgeschwindigkeiten bereits bei 148 km/h, in Böen bei 213 km/h. Diese Intensität hielt KAMMURI anschließend über mehrere Tage bei und näherte sich immer weiter den Philippinen an.


Am 1. Dezember schwächelte der Sturm etwas, die Windgeschwindigkeiten gingen geringfügig runter. Doch am 2. Dezember stand er wieder mit 148 bis 213 km/h direkt vor der Küste der mittleren Philippinen. Im Laufe des Tages zog er nun über die Inseln im Zentrum des Landes hinweg und verstärkte sich zeitgleich. Die Windgeschwindigkeiten lagen mit 167 bis 241 km/h noch einmal etwas höher. Der zentrale Luftdruck ging sogar auf 950 hPa zurück.



Abb. 1: Messwerte der Windrichtung auf den Philippinen vom 2. Dezember 2019 um 19:35 UTC.


Laut den aktuellen Berechnungen wird Taifun KAMMURI am 4. Dezember im Chinesischen Meer weiter nach Westen ziehen, sich abschwächen und in der Folge auflösen. Die Saison dürfte damit aber noch nicht vorbei sein, da das Potential für weitere Tropenstürme noch hoch ist.


Vor der Küste Somalias ist derzeit ebenfalls ein Sturm unterwegs. Dieser wurde aber noch nicht als Tropensturm identifiziert. Dennoch betragen die Windgeschwindigkeiten zeitweise um die 100 km/h. Schon morgen könnte er an Land gehen und reichlich Regen bringen.


Im Nordatlantik ist es derzeit ruhig. Ebenso im östlichen Pazifik. Dafür wurde die Westküste der USA in den letzten Tagen von einem heftigen Sturm getroffen. Aber auch im Mittelmeer sind in den letzten Wochen immer wieder Tiefs vom Atlantik hereingezogen und haben in der Region für Unwetter gesorgt. Vor allem Venedig traf es immer wieder stark.


Redaktion meteo.plus