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Vier Tropenstürme im Pazifik

[06.08.2018]

Die Hochsaison der Tropenstürme naht. Im Pazifik sind derzeit vier Stürme unterwegs, die Hälfte davon ist recht stark. Im Atlantik hingegen ist es nach wie vor recht ruhig.


Die Tropensturmsaison in der Nordhemisphäre hat ihren Höhepunkt üblicherweise im September. In den letzten Tagen haben sich aber bereits vier Stürme im Pazifik entwickelt, die nun gleichzeitig über den Ozean ziehen.


Taifun Shanshan zieht derzeit mit nordwestlichem Kurs auf Japan zu und könnte dort in wenigen Tagen die Küste erreichen. Derzeit ist der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 185 Kilometer pro Stunde unterwegs. Der zentrale Luftdruck ist bereits auf 970 Hektopascal gesunken. Zuletzt war Tropensturm Jongdari über den Osten Chinas hinweggezogen. Weit östlich der Philippinen könnte sich in den nächsten Tagen ein weiterer, aber kleinerer Sturm entwickeln.


Im östlichen Pazifik ist derzeit deutlich mehr los. Hector, Ileana und John sorgen dort für Unruhe. Hurrikan Hector erreicht aktuell Windgeschwindigkeiten von bis zu 269 Kilometern in der Stunde. Mit einem Luftdruck von nur 947 Hektopascal im Zentrum nimmt der Sturm Kurs auf Hawaii und könnte dort bereits in zwei Tagen eintreffen.


Gestern hatte sich vor der Westküste Mexikos das elfte Tropentief der ostpazifischen Saison gebildet. Heute wurde das System zum Tropensturm hochgestuft. Der Ileana genannte Sturm zieht derzeit mit nordwestlichem Kurs vor der Küste weiter und erreicht Windgeschwindigkeiten von bis zu 103 Kilometer pro Stunde.


Im Laufe der letzten Nacht hatte sich Tropensturm John hinzugesellt. Dieser zieht etwas weiter westlich von Ileana ebenfalls mit nordwestlichem Kurs weit vor der mexikanischen Westküste entlang. Die Prognosen deuten darauf hin, dass Tropensturm John dominieren wird und Ileana sich an der Küste auflöst.


Zwischen Hurrikan Hector und Tropensturm John bildet sich derzeit wohl der nächste Tropensturm aus. Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometer pro Stunde werden in der betreffenden Region bereits erreicht. Das Sturmsystem soll laut Vorhersagen erst in westlicher, dann in nördlicher Richtung weiterziehen.


Im Nordatlantik ist hingegen fast alles ruhig. Im Nördlichen Teil zieht ein etwas stärkeres Tief, dass zum Wochenende hin auf den britischen Inseln und in Mitteleuropa für einen kurzfristigen Wetterumschwung sorgen wird. Ansonsten sind in der südlichen Karibik vor der Küste Südamerikas teilweise Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometer pro Stunde feststellbar. Ein Tropensturm wird daraus aber sehr wahrscheinlich nicht entstehen.


Redaktion meteo.plus