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Der Februar war zu warm und zu nass

[05.03.2020]

Viel Wärme und Regen hat den Frühling im Februar 2020 schon richtig in Fahrt kommen lassen. Dennoch war es oft bei Sturm und zeitweise bei Schnee sehr wechselhaft.


Der Februar 2020 war rekordverdächtig. Mit einer Durchschnittstemperatur von 5,3°C schaffte er es im Rahmen der Aufzeichnungen seit 1880 auf den zweiten Platz. 1970 war mit 5,0°C etwas kühler, 1990 hingegen mit 5,7°C etwas wärmer. Die klimatische Abweichung betrug im vergangenen Monat +4,4°C.


Die regionale Verteilung der zusätzlichen Wärme ist ziemlich gleichmäßig. Im Westen war es 3,7 bis 3,9°C zu warm, in den neuen Bundesländern sogar 4,5 bis 4,8°C. Dadurch gab es deutlich weniger Schnee als üblich. In einigen Regionen blieb der Winter sogar komplett aus. Vor allem zum Ende des Monats gab es aber in einigen Regionen viel Schnee. Teilweise fiel sogar in den Niederungen bei Temperaturen um 0°C bis zu 10 cm. Am Folgetag war das meiste davon jedoch wieder geschmolzen.


Die Niederschlagsmengen waren überall in Deutschland reichlich ausgefallen. In den neuen Bundesländern gab es verbreitet ein Plus von 35 bis 55 Liter pro Quadratmeter, ansonsten lag dieses meist bei 65 bis 80 Litern. In Schleswig-Holstein wurde sogar ein Plus von 90 Litern registriert, im Saarland fielen mit 178 Litern pro Quadratmeter sogar fast 104 Liter mehr als üblich.


Langfristig gesehen war der Februar sehr nass. Er gilt für die Aufzeichnungen ab 1880 als der Zweitnasseste seiner Art. Im Durchschnitt wurden deutschlandweit 122,8 Liter pro Quadratmeter erfasst. Das sind fast 68 Liter mehr als in der Klimaperiode 1981 bis 2010 üblich. 1970 war es mit 122,3 Litern ein wenig trockener, 1946 mit 127,3 Litern noch etwas nasser.


Sonnenschein gab es meist zu wenig. Im Schnitt fehlten rund 11 Stunden. Bei der regionalen Verteilung fällt jedoch auf, dass es meist 10 bis 25 Stunden zu wenig Sonne gab. Nur in Baden-Württemberg und Bayern konnte ein Plus von 11,6 bzw. 2,8 Stunden verzeichnet werden. Langfristig gesehen war der Februar etwas zu dunkel, lag aber mit seiner geringen Abweichung fast im Mittel.


Redaktion meteo.plus