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La Niña schwächt sich ab

[12.06.2021]

Die La Niña im öst­lich­en Pazifik schwächt sich langsam ab und ver­ringert ihren Ein­fluss auf die welt­weiten Tempe­ratur­en. Die Ent­wick­lung in den näch­sten Mona­ten ist noch un­klar.


Die Temperaturen im östlichen Pazifik liegen bereits den 13. Monat infolge unter den üblichen klimatischen Mittelwerten. Das Klimaphänomen La Niña existiert damit weiterhin und führt auch weltweit zu einem niedrigeren Temperaturniveau.


Im Mai lagen die Temperaturen im äquatorialen Ostpazifik 0,5°C unter den klimatischen Durchschnittswerten. Seit November 2020, als die Werte noch bei rund -1,4°C lagen, sind die Gewässer der Region über 6 Monate hinweg kontinuierlich wärmer geworden. Es stellt sich nun die Frage, wie die weitere Entwicklung aussieht.


Diese ist jedoch schwer zu beantworten. In den letzten 70 Jahren gab es keine ähnliche Situation. Zum nächsten Jahreswechsel sind daher verschiedene Möglichkeiten wahrscheinlich. Zum einen könnte sich die aktuelle La Niña noch einmal verstärken und dann bis in das nächste Jahr bestehen bleiben. Zum anderen ist auch eine Erwärmung denkbar, die zum kommenden Jahreswechsel zumindest einen schwachen El Niño bewirkt.


Aus aktueller Sicht ist die Entwicklung noch unklar, doch die nächsten Monate könnten einen Indiz dazu liefern, in welcher Richtung es weitergehen wird. Bis dahin bleibt nur die Möglichkeit, die Veränderungen im Ostpazifik zu beobachten.


Redaktion meteo.plus