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Leichter Rückgang der weltweiten Klimaanomalie

[13.07.2020]

Der von den Satelliten fest­gestellte Rückgang der welt­weiten Klima­anomalie findet nicht in allen Regionen gleicher­maßen statt. Die ENSO scheint bereits ihren Einfluss auszu­spielen.


Die Satelliten haben im Juni einen leichten Rückgang der weltweiten Klimaanomalie festgestellt. Die Abweichung sank um ein zwanzigstel Grad auf 0,76°C ab und überwog in der nördlichen Hemisphäre. Dort wurde eine Abnahme um 0,14°C auf 0,85°C registriert, auf der südlichen Halbkugel eine Zunahme um 0,05°C auf derzeit 0,68°C. In den Tropen wurde sogar ein Rückgang um fast 0,2°C festgestellt. In der Region südlich der Tropen nahm das klimatische Plus sogar um 0,14°C auf nun fast 0,7°C zu.


Auch bei der separaten Betrachtung von Land- und Meerestemperaturen fällt die südliche Hemisphäre mit steigenden Werten auf. Während es auf den nördlichen Kontinenten einen Rückgang der Klimaabweichung um 0,13°C zu verzeichnen gab, nahm diese über den südlichen Landflächen um 0,4°C zu. Damit ist es im Norden 1,05°C zu warm, im Süden 0,97°C.


Die Landflächen waren demnach weltweit nach einem Rückgang um 0,03°C nun 0,89°C zu warm. Für die Weltmeere wurde insgesamt ein Plus von 0,7°C festgestellt, nachdem deren Anomalie um 0,06°C zurückging. In den nördlichen Ozeanen war es damit weiterhin 0,9°C zu warm, in den südlichen Gebieten hingegen nach einer Zunahme um 0,1°C nun 0,66°C.


In den tropischen Gewässern wurde eine Abnahme der Klimaanomalie um 0,15°C festgestellt. Dort ist es nun noch 0,63°C zu warm. Der Rückgang ist auf die niedrigeren Wassertemperaturen im Ostpazifik zurückzuführen. Dort bildet sich derzeit eine La Niña-Phase aus, die auch in den nächsten Monaten weltweit für sinkende Temperaturen sorgen wird.


Redaktion meteo.plus