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Meereisbedeckung nimmt zu

[06.05.2019]

Der Frühling ist am Nordpol angekommen und lässt das Meereis schrumpfen. Am Südpol ist derzeit die gegenteilige Situation im Gange. Das Eis bildet sich rasant.


Am 11. März erreichte die Vereisung im Nordpolarmeer ihren Höhepunkt. Eine Eisfläche von 14,883 Millionen Quadratkilometern wurde in diesem Maximum festgestellt. Danach nahm die Ausbreitung des Meereises wieder ab, da der Frühling langsam einkehrte und mit der Tag- und Nachtgleiche Ende März auch die Mitternachtssonne zurückkehrte.


Die Eisfläche erreichte damit wieder eine deutlich größere Ausdehnung als in den letzten 4 Jahren. Das letzte Minimum im September gehörte auch schon nicht mehr zu den Tiefstwerten. Nimmt die Eisfläche wieder langsam zu? Es gibt zwar einen geringen Aufwärtstrend, doch kann daraus noch kein langfristiger Trend hergeleitet werden. Am Südpol ist dies genauso schwierig.


Vor den Küsten der Antarktis bildet sich seit Wochen das Packeis rasant aus. Der Herbst ist dort eingekehrt und die Polarnacht hat bereits Teile der Gewässer vor den Küsten erreicht. Das letzte Minimum gehörte zwar mit zu den tiefsten seiner Art, doch bleibt abzuwarten, welches Maximum im Spätwinter der Südhemisphäre erreicht wird. Die letzten beiden Maxima gehörten zwar mit zu denen, die eine geringere Ausdehung als üblich aufwiesen, doch es wurde noch kein Rekord verzeichnet. Rekordhalter für das geringste Minimum ist weiterhin 1986.


In der Nordhemisphäre hat sich das Eis schon auf 12,77 Millionen Quadratkilometer zurückgezogen, in der Südhemisphäre sind derzeit wieder 7,34 Millionen Quadratkilometer vorhanden. Insgesamt existiert damit weltweit eine Eisfläche von 20,11 Millionen Quadratkilometern. Durch die stärkere Ausbreitung im Südpolarmeer wird die Fläche auch in den nächsten Monaten weiter zunehmen.


Redaktion meteo.plus