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NAO und AO weiter positiv

[27.03.2019]

Die atmosphärischen und ozeanischen Strömungen im Nordatlantik und den Polargebieten spielen sich derzeit wie im letzten Jahr ein. Wenn sich an dieser Situation nichts ändert, könnten wir in Europa die gleichen Folgen wie im letzten Jahr erleben.


Im letzten Jahr lag der Index der Nordatlantischen Oszillation sehr häufig im positiven Bereich. Im Januar, Mai, August und September traten sogar durchgehend keine negativen Werte auf. In der Jahressumme erreichte sie sodann positive Rekordwerte. Erst Ende Oktober sank der Index zeitweise in den negativen Bereich. Anfang Januar 2019 erhob sich der Index wieder über die Normalwerte und hält sich dort fast durchweg auf.


Der Index der Nordatlantischen Oszillation ergibt sich aus dem Druckunterschied zwischen dem Islandtief und dem Azorenhoch. Er beschreibt damit die Intensität der Westwindströmung über dem Nordatlantik. Ein positiver Wert führt im Winter zu milden Wetterlagen und im Sommer ebenfalls zu wärmerem Wetter. Negative Werte hingegen sorgen für eher kältere Winter. Diese blieben aber im Winter 2018 auf 2019 meist aus. Seit Jahresanfang traten meist positive Werte auf und sorgten bereits für einen recht milden Winter in weiten Teilen Europas.


In der nördlichen Polarregion regiert die Arktische Oszillation. Diese beschreibt die Intensität des Polarwirbels in der Nordhemisphäre. Je nach Stärke des Wirbels ändern sich die Windströmungen erheblich. Die in 2018 auftretenden oft positiven Werte zeigten eine stärkere Ausprägung an und sorgten für intensivere Westwinde. Dadurch wurde vor allem der Mittelmeerraum deutlich trockener. Aber auch in Mitteleuropa wurde Regen zur Mangelware.


Im Januar traten nun meist negative Werte auf. Doch die positive NAO glich dies aus. Seit Anfang Februar liegen die Werte des AO-Index wieder im positiven Bereich und dies meist sehr hoch. Auch im März setzte sich dies fort. Bei diesen positiven Werten beider Indizes sind die klimatischen Aussichten für die nächsten Monate also weiterhin sehr mild bzw. warm, völlig unabhängig von einem durch Menschen verursachten Klimawandel.


Redaktion meteo.plus