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Windkraft in Deutschland

[19.02.2018]

Der Januar 2018 war deutlich windreicher als sein Vorjahresmonat. Dennoch hätte es auch dieses Jahr nicht für eine stabile Windkraftversorgung gereicht. Wöchentliche Notsituationen wären aufgetreten.


Der Verlauf des Wetters im Januar 2018 hat gezeigt, dass Deutschland auf Basis von Windstrom nicht hätte versorgt werden können, hätte man Kernkraft- und Kohlekraftwerke bereits abgeschaltet. Auch mit 186.000 Windrädern, wie die Studie von tempsvrai vorschlägt, hätte es ohne geeignete Speicherkapazitäten nicht funktioniert.


Es gab zwar einige Stürme, die Deutschland im Januar durchquerten, doch konnten deren Windspitzen nicht verhindern, dass vier mal über 1 bis 3 Tage fast kein Wind verfügbar war. Stromspeicher von bis zu 1 Terawatt Stunden wären für diese Fälle notwendig gewesen. In den kommenden Monaten wird die Windstärke weiter abnehmen und im Sommer ihr typisches Minimum erreichen. Reservespeicher sind daher für eine funktionierende Versorgung mit Erneuerbaren Energien unerlässlich, auch wenn derzeit von Energieexperten keine Notwendigkeit für Stromspeicher gesehen wird.


Von den Reservespeichern, die bis zu 10 TWh fassen müssten, sind derzeit keine nennenswerten Kapazitäten verfügbar. Von den notwendigen 186.000 Windrädern stehen noch nicht einmal ein Drittel. Nicht nur, dass die Ausbaurate momentan gedrosselt wird, es fehlen immer öfter günstige Lagen für neue Windräder, mit denen die Produktion gesteigert werden könnte. Und in Anbetracht der geplanten Elektromobilität werden Stromreserven von bis zu 12,5 TWh notwendig sein.


Redaktion meteo.plus