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Zu warm, zu trocken, zu sonnig

[12.04.2021]

So kann man das Wetter im ver­gang­en­en März be­schreiben. Was sich wie bei einem Sommer­monat anhört, war aber gar nicht so markant.


Der März war zwar zu warm, zu trocken und zu sonnig, doch ganz so schlimm, wie es sich anhört, war es dann doch nicht. Im langjährigen Vergleich war der März nur wenig vom klimatischen Mittelwert abgekommen.


Wie in den deutschlandweiten Übersichten abzulesen ist, lagen die Durchschnittstemperaturen im Süden des Landes nur leicht über den üblichen Werten. Die stärksten positiven Abweichungen lassen sich auf Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern verorten. Dort war es 0,8 bzw. 0,9°C zu warm. Ansonsten lagen die Werte meist 0,5 bis 0,7°C zu hoch, was jedoch noch völlig im klimatischen Toleranzbereich liegt.


Ursache für die leicht erhöhten Temperaturen war die geringere Bewölkung als sie für diese Jahreszeit üblich wäre. Daher gab es überall ein reichliches Plus an Sonnenstunden. Im Norden gab es 13 bis 24 Stunden mehr als im Durchschnitt, im Süden 42 bis 50 Stunden. Spitzenreiter war das Saarland mit einem Plus von 56,5 Stunden.


Weniger Bewölkung bedeutet aber auch weniger Regen. Mit fast 26 Litern pro Quadratmeter gab es in Sachsen-Anhalt am wenigsten. Das stärkste Defizit ist jedoch in Bayern aufgetreten. Dort gab es mit fast 45 Litern immerhin fast 30 Liter zu wenig pro Quadratmeter. In Schleswig-Holstein hingegen gab es sogar mit 3,5 Litern pro Quadratmeter ein leichtes Plus.


Die geringe Bewölkung führte aber nicht nur zu mehr Sonnenschein und weniger Regen, sondern auch zu vielen kühlen Nächten, die teilweise noch einmal richtig kalt wurden. Dies wurde jedoch auch durch Kaltluft aus dem Norden provoziert, die auch jetzt im April immer wieder zu uns findet.


Insgesamt war es im März 2021, betrachtet gegenüber dem Klimadurchschnitt von 1981 bis 2010, 0,5°C zu warm. Das Regendefizit betrug landesweit 18,5 Liter pro Quadratmeter. Dementsprechend gab es 32,8 Stunden mehr Sonne als üblich. Die immer wiederkehrenden Kaltlufteinbrüche aus dem Norden werden auch im April eher für durchschnittliche Werte sorgen.


Redaktion meteo.plus