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Die Sonne wird wieder stärker

[02.11.2023]

Die Aktivität der Sonne hat wieder zu­genom­men. Ob­wohl es vor weni­gen Tagen noch anders aus­sah, ziehen nun wieder viele Flecken­gruppen über ihre Ober­fläche.


Im Oktober nahm die Aktivität der Sonne fast kontinuierlich ab. Nach anfänglichen Werten von über 160 ließ sie bis zum 23. des Monats nach. Nur noch wenige Fleckengruppen befanden sich noch auf der Oberfläche unseres Muttergestirns. Doch zum Monatsende tauchten schließlich im Osten zwei neue Gruppen auf, die sich nach und nach vergrößerten und die Aktivität wieder ansteigen ließen. Der Index erreichte zum Monatsletzten wieder über 100.


Am 1. November tauchten weitere neue Fleckengruppen auf. Zuerst war die aktive Region 3477 im Südosten zu sehen, am Tag danach bildete sich im Nordosten Gruppe 3478. Der Index der Aktivität stieg damit auf 125 an. In der Gruppe 3477 befindet sich zudem aktuell der größte Sonnenfleck auf der Sonne, der in Nord-Süd-Richtung den Durchmesser der Erde misst.



Abb. 1: Sonnenfleckengruppe 3477 am 2. November 2023 (Quelle: NASA).


Aber auch im Südwesten hat sich Gruppe 3474 verstärkt. Sie weist mittlerweile eine Reihe vieler kleiner und großer Flecken auf. Die restlichen Gruppen bestehen meist nur aus vielen kleinen Flecken, die teilweise kaum zu erkennen sind.



Abb. 2: Sonnenfleckengruppe 3474 am 2. November 2023 (Quelle: NASA).


Derzeit sind sechs benannte Gruppen auf der Sonne zu sehen, aber auch zwei recht schwache, die sich im östlichen Teil nördlich und südlich des Sonnenäquators aufhalten. Sie ergänzen das derzeit gut zu erkennende paarweise Auftreten der Sonnenfleckengruppen. Jeder Gruppe im Norden steht eine Gruppe im Süden gegenüber, die meist auch eine ähnliche Aktivitätsstärke aufweisen.


Nachdem die Aktivität der Sonne im letzten Monat zu schwächeln begann, nimmt sie nun wieder zu. Die Sonne befindet sich damit weiterhin im Maximum oder auf dem Weg dorthin. Die nächsten Monate könnten schon zeigen, wie sich der 25. Sonnenzyklus entwickelt und ob sich ein zweites Maximum ausbilden wird.


Redaktion meteo.plus