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Sonne etwas schwächer

[30.11.2022]

Die Aktivität der Sonne ist im November etwas zurückgegangen. Das Maximum ist aber noch nicht erreicht worden. Wie lange wird es noch dauern?


Im November 2022 lag die durch­schnitt­liche Aktivität der Sonne bei einem Index von rund 70. Das ist deutlich weniger als in den voran­gegangen­en Monaten. Der Juni hatte zuletzt einen derart niedrigen Wert. Darauf folgten mehrere Monate mit mehr als 90. Den mit 96,3 höchsten Wert für den aktuellen Sonnenzyklus erreichte der September diesen Jahres. Im November gab es eine etwas stärkere Flaute wie schon im August, als immerhin noch 75 erreicht wurden. Insgesamt weist der Trend jedoch noch nach oben.


Die Aktivität lag in der ersten Monatshälfte etwas höher als in der zweiten. Meist waren aber nur kleine Gruppen unterwegs. Derzeit befinden sich noch zwei aktive Regionen auf der Sonnenscheibe. Die größte derzeit im Nordwesten, eine etwas kleinere im Südosten. Letztere erhielt aber bisher noch keine Laufnummer. Am südwestlichen Rand ist gerade Gruppe 3151 verschwunden. Im Nordosten zeichnen sich viele hellere Gebiete ab, die zwar etwas heißer als die restliche Sonnenoberfläche sind, jedoch noch keine Flecken ausgebildet haben.


Zuletzt ergaben Messungen, dass sich auf der Rückseite der Sonne eine starke Region befinden muss. Es bleibt abzuwarten, wann sie sich zeigen wird und wie viel noch von ihr übrig ist. Langfristig zeigt jedoch die Prognose weiter aufwärts. Das Maximum wird weiterhin 2024 oder 2025 erwartet. Dabei kommt es darauf an, ob der aktuelle Zyklus 25 wie in den vergangenen Jahrzehnten zwei Maxima durchläuft oder ausnahmsweise mal wieder nur ein Maximum ausbildet.


Die Gesamtabstrahlung der Sonne nahm im zweiten Halbjahr 2022 kaum noch zu. Anfang des Jahres fiel der Anstieg noch stärker aus als in den Vorjahren, doch aktuell schwächelt sie und spiegelt damit die momentane Flaute bei der in Form von Sonnenflecken sichtbaren Aktivität wider. Im Vergleich mit dem letzten Zyklus könnte dies bedeuten, dass die Sonne in den nächsten ein bis zwei Jahren eher konstant aktiv bleibt. Daran könnte noch einmal ein Maximum anschließen oder der rasche Weg in Richtung des nächsten Minimums erfolgen.


Redaktion meteo.plus